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US behauptet, ASMLs EUV-Chipfertigungsausrüstung sei nach China gelangt – ASML widerspricht

TechCrunch / Bloomberg
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US behauptet, ASMLs EUV-Chipfertigungsausrüstung sei nach China gelangt – ASML widerspricht

Das US-Handelsministerium hat ASML – dem niederländischen Unternehmen, das ein globales Monopol auf die fortschrittliche Chipfertigungsausrüstung besitzt, die für jeden modernen Prozessor unverzichtbar ist – vertraulich mitgeteilt, dass eine seiner Extrem-Ultraviolett-Lithografiemaschinen (EUV) möglicherweise unter Verletzung von Exportkontrollen nach China gelangt sei. ASML wehrt sich entschieden und bezeichnet die Vorwürfe als falsch.

Laut Bloomberg hat Handelsminister Howard Lutnick die Vorwürfe in den vergangenen Wochen in Meetings mit ASML-Führungskräften zur Sprache gebracht. Hochrangige Regierungsbeamte geben an, Beweise dafür zu haben, dass das Unternehmen EUV-bezogene Komponenten und Transportausrüstung nach China geliefert hat, lehnen es jedoch ab, diese Beweise weder mit Bloomberg noch mit ASML selbst zu teilen.

ASML-CEO Christophe Fouquet wies die Vorwürfe direkt zurück. "Sie befinden sich entweder im aktiven Einsatz bei überwachten Kunden oder wurden demontiert und zurückgegeben", sagte er. Das Unternehmen unterhält strenge interne Firewalls: Mitarbeiter mit EUV-Zugang sind bewusst von denjenigen getrennt, die an China-Operationen arbeiten, und China-basierte Mitarbeiter haben keinen Zugang zu EUV-Dokumentationen oder -Systemen.

EUV-Lithografiemaschinen sind nicht nur ein weiteres Stück Industrieausrüstung. Sie sind wohl die strategisch wichtigste Technologie in der globalen Halbleiterlieferkette. Jede Maschine kostet über 200 Millionen Dollar, die Herstellung dauert Jahre, und sie ist die einzige Möglichkeit, die Schaltungsmuster in Chips wie dem Apple A18, Nvidias Blackwell und den neuesten Prozessoren von AMD zu drucken. Es gibt keine funktionale Alternative – ASML hat zwei Jahrzehnte und Milliarden in die Entwicklung dieser Technologie investiert, ohne Konkurrenz in Sicht.

Aus diesem Grund unterliegt EUV-Ausrüstung seit der ersten Trump-Administration US-Exportkontrollen. Die Sorge ist direkt: Sollte China über EUV-Fähigkeiten verfügen, könnte es eigenständig hochmoderne Chips herstellen und damit einen der wichtigsten strategischen Vorteile des Westens in den Bereichen KI und Hochleistungsrechnen zunichtemachen.

Die US-Behauptungen bleiben öffentlich unbestätigt. Regierungsbeamte haben Beweise für EUV-bezogene Komponenten und Transportausrüstung angeführt, die nach China gelangt sein sollen, aber sie haben keinen vollständigen EUV-Scanner vorgelegt, der auf chinesischem Boden in Betrieb ist. ASML hat zudem starke finanzielle Anreize zur Compliance – rund 20 % des Unternehmensumsatzes im Jahr 2026 hängen von der Aufrechterhaltung seiner Exportlizenzen für ältere DUV-Ausrüstung ab, die China weiterhin kaufen darf. Ein Verstoß gegen die EUV-Kontrollen würde diese gesamte Einnahmequelle gefährden.

Der Kongress bewegt sich ebenfalls in Richtung einer weiteren Einschränkung von ASMLs China-Verkäufen. Ein Gesetzesentwurf, der durch die Legislative voranschreitet, würde alle DUV-Lieferungen nach China verbieten – das betrifft die 20 % des Umsatzes, die ASML derzeit aus legalen Verkäufen dort erzielt. Das Unternehmen hat aktiv dagegen lobbyiert. ASMLs Status als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Europas mit einer Marktkapitalisierung von rund 700 Milliarden Dollar verleiht ihm ungewöhnlichen diplomatischen Einfluss.

Für den Moment bleibt der Streit ungelöst. US-Beamte haben Beweise, die sie nicht öffentlich zeigen wollen. ASML sagt, jede Maschine sei nachverfolgt. Laut Bloomberg und TechCrunch sitzt diese Konfrontation, bis eine Seite überprüfbare Beweise vorlegt, unbequem zwischen einem legitimen nationalen Sicherheitsanliegen und einer potenziellen Druckkampagne, die die Dynamik des globalen Chipmarktes neu gestalten könnte.

Originally reported by TechCrunch / Bloomberg. Read the original article for additional details.

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