SK Hynix startet 28-Milliarden-Dollar-Notierung an der Nasdaq – die zweitgrößte aller Zeiten

SK Hynix, der größte Speicherchip-Hersteller Südkoreas, hat diese Woche sein American Depositary Receipt-Angebot an der Nasdaq vor dem Handelsdebüt am 10. Juli unter dem Ticker SKHY bepreist. Der Deal bringt rund 28 Milliarden Dollar ein und gilt als zweitgrößte Aktiennotierung, die jemals weltweit verzeichnet wurde.
Deal-Struktur und -Größe
Das Angebot besteht aus 17,79 Millionen neuen ADRs, von denen jedes ein Zehntel einer Stammaktie repräsentiert, mit einem Referenzpreis von 242.500 Won pro zugrunde liegender Aktie auf Basis des Schlusskurses von SK Hynix in Seoul am 3. Juli – umgerechnet etwa 166 Dollar pro ADR zu den geltenden Wechselkursen. Vier Banken fungieren als globale Koordinatoren des Deals: Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und JPMorgan Chase, begleitet von neun weiteren Finanzinstituten.
Warum SK Hynix jetzt Kapital aufnimmt
Das Unternehmen verwendet die Erlöse für den Bau neuer Fertigungsanlagen und den Kauf fortschrittlicher Fertigungsausrüstung, darunter Extreme-Ultraviolet-Lithographie-Scanner von ASML – der niederländischen Firma, die ein globales Monopol auf die Maschinen besitzt, die für die kleinsten und fortschrittlichsten Chip-Features erforderlich sind. Diese Scanner kosten jeweils Hunderte Millionen Dollar und haben Auftragsbestände über mehrere Jahre, was frühzeitige große Kapitalzusagen für jeden Chip-Hersteller, der die Spitzenkapazität erweitern will, notwendig macht.
Konkret finanziert SK Hynix seinen Yongin-Cluster in Südkorea, einen großen neuen Campus von Fertigungsanlagen, der ab 2027 schrittweise in Betrieb gehen soll, sowie ein 4-Milliarden-Dollar-Packaging-Werk in Indiana – die erste US-Fertigungsinvestition des Unternehmens.
Der KI-Speicher-Engpass, der die Nachfrage antreibt
Das Timing von SK Hynix spiegelt seine Position im Zentrum der akutesten Angebotsbeschränkung des KI-Aufbaus wider: High-Bandwidth-Speicher, die spezialisierten Chip-Stapel, die Daten an KI-Beschleuniger wie Nvidias GPUs liefern. Das Unternehmen hält einen Anteil von 56,4 % am globalen HBM-Markt nach Umsatz und rund 29,1 % am breiteren DRAM-Markt einschließlich HBM, Stand erstes Quartal 2026.
Diese Dominanz fiel mit anhaltenden Speicherknappheiten zusammen, die die Preise im gesamten Jahr 2026 branchenweit stark in die Höhe trieben – eine Dynamik, die ernst genug war, dass Apple die Preise für MacBooks und iPads im Juni um bis zu 20 % erhöhte, mit Verweis auf DRAM- und LPDDR-Kostensteigerungen im Zusammenhang mit der KI-getriebenen Nachfrage.
Direkter Zugang zur US-Investorennachfrage
Die direkte Notierung an der Nasdaq, anstatt sich nur auf die bestehende Notierung an der Korea Exchange zu verlassen, ermöglicht SK Hynix einen direkteren Zugang zu US-Investorenkapital – eine Strategie ähnlich dem Ansatz, den Taiwans TSMC genutzt hat, um ausländische Investitionsflüsse in die fortschrittliche Halbleiterfertigung zu ziehen. Der Schritt steht auch im Einklang mit einer von der südkoreanischen Regierung geführten Initiative, die auf rund 880 Milliarden Dollar geschätzt wird und darauf abzielt, die heimischen Halbleiterinvestitionen und die Fertigungsbasis des Landes auszubauen.
Was zu beachten ist
Nach der Preisbildung und dem Handelsbeginn am 10. Juli ist das unmittelbare Signal, das es zu beobachten gilt, wo SKHY im Verhältnis zu seinem Referenzpreis von etwa 166 Dollar eröffnet – ein starker Start würde die Investorennachfrage nach direkter Exposition gegenüber KI-Speicherangebotsbeschränkungen bestätigen, während ein schwacher Start darauf hindeuten würde, dass die Erzählung der Speicherknappheit bereits vollständig in die bestehenden SK Hynix-Aktien an der Korea Exchange eingepreist ist. Langfristig sind die aufgenommenen Mittel für Kapazitäten vorgesehen, die erst 2027 in Betrieb gehen, was bedeutet, dass die heutigen Investoren darauf wetten, dass die HBM-Knappheit mindestens so lange anhält.
Originally reported by Yahoo Finance. Read the original article for additional details.
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