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SK Hynix setzt 720 Milliarden Dollar auf die Vorherrschaft bei KI-Speicherchips und plant das weltweit größte Netzwerk an Chipfabriken

CNBC
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SK Hynix setzt 720 Milliarden Dollar auf die Vorherrschaft bei KI-Speicherchips und plant das weltweit größte Netzwerk an Chipfabriken

SK Hynix investiert 720 Milliarden Dollar — etwa so viel wie das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz —, um nach eigenen Angaben das weltweit größte Netzwerk an Speicherchip-Fabriken aufzubauen. Das Unternehmen wettet darauf, dass die KI-getriebene Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) den traditionellen Boom-and-Bust-Zyklus der Halbleiterindustrie dauerhaft durchbrochen hat.

Der Investitionsplan reicht von jetzt bis 2034 und umfasst mehrere neue Fertigungsanlagen in Südkorea sowie eine 4 Milliarden Dollar teure Anlage für fortschrittliches Packaging in West Lafayette, Indiana. Der Vorstand genehmigte Anfang August die erste Tranche — rund 38 Milliarden Dollar — und gab grünes Licht für zwei neue Anlagen: die Y2-Fabrik in Yongin für die Produktion von DRAM und HBM sowie die M17-Linie in Cheongju für NAND-Flash-Speicher, wie CNBC berichtete.

Die Wette auf HBM

High-Bandwidth-Memory ist zum entscheidenden Engpass bei der Produktion von KI-Chips geworden. Jeder H100- und H200-Chip von Nvidia benötigt HBM-Stacks; dasselbe gilt für die Instinct-Chips von AMD und die TPUs von Google. Ohne Speicher gibt es keine KI-Beschleunigung — und SK Hynix kontrolliert derzeit 58 % des HBM-Marktes, während Samsung und Micron jeweils 21 % halten.

Diese Position kam nicht zufällig zustande. SK Hynix brachte 2022, im Zuge des Aufstiegs von ChatGPT, als erstes Unternehmen HBM3 auf den Markt und entwickelte eine Packaging-Technologie namens MR-MUF, die Stacks erzeugt, die Berichten zufolge 40 % dünner sind als frühere Generationen, während Wärmeentwicklung und Verformung reduziert werden. Im Juli unterzeichnete das Unternehmen zehn langfristige Lieferverträge mit großen Kunden, darunter einen 500-Milliarden-Dollar-Deal mit Nvidia, was ihm eine Umsatzsicherheit verschafft, die eine jahrzehntelange Kapitalbindung verteidigbarer macht, als es von außen erscheinen mag.

Der Yongin-Cluster

Kernstück der Expansion ist der Halbleiter-Cluster in Yongin, Südkorea — ein 4,2 Millionen Quadratmeter großer Komplex, vergleichbar mit rund 600 Fußballfeldern, in dem vier neue Fertigungsanlagen geplant sind. Die erste soll in Kürze den Betrieb aufnehmen; die vierte wurde um 12 Jahre gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan vorgezogen — ein Zeichen dafür, wie schnell die Nachfrage das Angebot überholt hat.

Konzernchef Chey Tae-won fasste die Marktrealität hinter dieser Dringlichkeit zusammen: „Jeder will die Speicherchips. Ohne sie können sie ihr KI-Computing und ihre KI-Chips nicht produzieren." Diese Aussage spiegelt mehr wider als nur einen Werbespruch — die Auftragsbücher von SK Hynix sind voll, die Lieferzeiten lang, und die Marktkapitalisierung hat sich im vergangenen Jahr mehr als verfünffacht und liegt inzwischen über 1 Billion Dollar.

Staatliche Unterstützung und geopolitische Interessen

Die südkoreanische Regierung stellt bis zu 22 Milliarden Dollar an Unterstützung bereit, die Infrastruktur und Anreize im Zusammenhang mit der Yongin-Erweiterung abdecken. Die US-Investition in Indiana, die sich auf fortschrittliches Packaging statt auf die Wafer-Fertigung konzentriert, dient teils als Absicherung gegen eine Konzentration der Lieferkette und teils als Reaktion auf die Anreize des CHIPS Act, der die Halbleiterfertigung von Ostasien weg diversifizieren soll.

Letztlich ist die 720-Milliarden-Dollar-Wette eine strukturelle Entscheidung: dass KI-Workloads weiter wachsen werden, dass HBM auf absehbare Zeit der bevorzugte Speicher für KI-Beschleuniger bleibt und dass derjenige, der die Versorgung mit der kritischsten Komponente im KI-Stack kontrolliert, enorme Preissetzungsmacht besitzt. SK Hynix setzt sein nächstes Jahrzehnt auf diese These.

Ursprünglich berichtet von CNBC. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.

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