Samsungs Chipsparte meldet Rekordquartalsgewinn von 62 Milliarden US-Dollar dank KI-Speicher-Boom

Samsung Electronics meldete für das zweite Quartal 2026 einen operativen Rekordquartalsgewinn von 89,5 Billionen KRW – rund 62 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 1.814 % im Vorjahresvergleich und ist fast ausschließlich auf die Halbleitersparte des Unternehmens zurückzuführen, die von der boomenden AI-Infrastrukturnachfrage profitierte. Der konsolidierte Gesamtumsatz erreichte mit 171,5 Billionen KRW ebenfalls einen neuen Quartalsrekord und lag 130 % über dem Niveau von Q2 2025.
Eine Halbleitermaschine auf Hochtouren
Samsungs Device Solutions (DS) Division – zuständig für Memory, NAND und Systemchips – erzielte im Quartal einen Umsatz von 127,5 Billionen KRW und einen operativen Gewinn von 89,2 Billionen KRW. Die operative Marge von rund 70 % ist eine Kennzahl, die man normalerweise mit Softwareunternehmen verbindet, nicht mit Chipherstellern.
Das Memory Business innerhalb der DS-Sparte erzielte bereits das dritte Quartal in Folge Rekordumsätze und -gewinne, wobei Serverprodukte einen historisch hohen Anteil am Produktmix ausmachten. Preissteigerungen in der gesamten Speicherindustrie trugen dazu bei, aber Samsungs Performance spiegelt auch bewusste Portfolioentscheidungen wider: In Zeiten begrenzter Fertigungskapazitäten priorisiert das Unternehmen margenstarke AI-Serverprodukte gegenüber Consumer-DRAM.
HBM4 und das Rennen um die AI-Speicherführerschaft
Samsung steigerte die Auslieferungen von HBM4 – der vierten Generation des High Bandwidth Memory, die AI-Beschleuniger wie Nvidias Blackwell-Chips benötigen – und lieferte die branchenweit ersten HBM4E-Muster an Großkunden. HBM4E bietet eine höhere Bandbreitendichte für die anspruchsvollsten AI-Training-Workloads. Mit den Musterlieferungen in diesem Quartal positioniert sich Samsung für die Serienproduktion von HBM4E im Jahr 2027 – vor dem Rivalen SK Hynix.
Für H2 2026 erwartet das Memory Business eine anhaltende Unterversorgung bei Server-DRAM, eSSDs und HBM, da die AI-Infrastruktur-Capex weiterhin hoch bleibt und agentic AI-Deployments zunehmen. Diese Angebotsverknappung in Kombination mit Samsungs Technologieführerschaft bei HBM4E macht die zweite Jahreshälfte zu einer weiteren starken Periode für die Sparte.
Der Kontrast: Consumer-Electronics kämpfte
Samsungs Device eXperience (DX) Division – Smartphones, Fernseher und Haushaltsgeräte – verzeichnete im Quartal einen kleinen operativen Verlust von 0,8 Billionen KRW, da steigende Komponentenkosten die Margen drückten und die Konsumentennachfrage in Schlüsselmärkten schwach blieb. Der Gewinn pro Aktie lag bei 10.849 KRW, ein Plus von 52 % im Quartalsvergleich, und die F&E-Ausgaben erreichten mit 16 Billionen KRW einen neuen Quartalsrekord.
Das Gesamtbild
Anfang der Woche waren Samsungs Aktien zusammen mit SK Hynix unter Druck geraten, nachdem Anleger befürchtet hatten, die AI-Ausgaben könnten nachlassen. Die Zahlen vom Mittwoch sind die empirische Antwort auf diese Sorge: Die tatsächliche Nachfrage von AI-Infrastrukturkunden ist stark genug, um Samsungs Chip-Sparte Margen bescheren, um die die meisten Softwareunternehmen sie beneiden würden. Die vollständigen Ergebnisse sind über Samsungs offizielle Investor-Relations-Pressemitteilung abrufbar.
Originally reported by Samsung Newsroom. Read the original article for additional details.
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