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Norwegen plant ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren

Reuters
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Norwegen plant ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren

Die norwegische Regierung hat am Freitag angekündigt, noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Kindern unter 16 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen verbieten würde. Wie Reuters zuerst berichtete, begründete Premierminister Jonas Gahr Støre den Vorstoß mit den Auswirkungen algorithmischer Feeds und hoher Bildschirmzeit auf die Kindheit.

Die Nachricht ist auch außerhalb Norwegens relevant, weil Gesetzgeber von allgemeiner Online-Sicherheitsrhetorik zu konkreten Altersgrenzen übergehen, die Plattformen tatsächlich durchsetzen müssten. Damit verlagert sich die Debatte von reiner Content-Moderation hin zu Identität, age assurance und den technischen Grenzen, Minderjährige von Diensten fernzuhalten, die für maximale Reichweite gebaut wurden.

Nach Angaben von Reuters und der norwegischen Regierung soll die Regel bis zum 1. Januar des Jahres gelten, in dem ein Kind 16 wird. Die Behörden sagen, die Verantwortung müsse bei den Tech-Unternehmen liegen und nicht bei Kindern oder Eltern. Das weist direkt auf strengere Systeme zur Altersverifikation hin. Norwegen folgt damit einem Weg, den Australien bereits eingeschlagen hat und der inzwischen in Teilen Europas diskutiert wird.

Für Plattformbetreiber könnte das einen schwierigen Zielkonflikt schaffen. Strengere Altersprüfungen könnten Regulierer zufriedenstellen, zugleich aber neue Datenschutzfragen aufwerfen, weil bessere Verifikation meist mehr sensible Daten oder gerätebasierte Identitätswerkzeuge erfordert. Genau deshalb dürfte age assurance im kommenden Jahr zu einem der umstrittensten Produkt- und Politikthemen für große Plattformen werden.

Für Leser außerhalb Norwegens ist das größere Signal die wachsende regulatorische Dynamik. Wenn weitere europäische Staaten ähnliche Regeln einführen, könnten soziale Netzwerke zu regionalspezifischen Onboarding-Prozessen, strengeren Kontrollen für Teenager-Konten und neuen compliance-Kosten im gesamten Markt gezwungen werden.

Originally reported by Reuters. Read the original article for additional details.

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