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AMD verzeichnet ein Rekordquartal mit 11,5 Mrd. Dollar, verliert jedoch 6 %, nachdem SpaceX Nvidia zum exklusiven AI-Chip-Lieferanten ernannt hat

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AMD verzeichnet ein Rekordquartal mit 11,5 Mrd. Dollar, verliert jedoch 6 %, nachdem SpaceX Nvidia zum exklusiven AI-Chip-Lieferanten ernannt hat

Rekordzahlen, falsche Reaktion

Advanced Micro Devices hat am Dienstag das beste Quartal der Unternehmensgeschichte gemeldet: Q2 2026 mit einem Umsatz von 11,5 Milliarden Dollar – ein Plus von 50 Prozent im Jahresvergleich – sowie einem Non-GAAP EPS von 1,66 Dollar, der den Analystenkonsens von 1,61 Dollar übertraf. Der Rechenzentrumsbereich erzielte 6,7 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal – und macht nun 58 Prozent des Gesamtumsatzes von AMD aus. Nach jedem Maßstab war es ein außergewöhnlich starkes Quartal.

Der Markt zeigte sich davon unbeeindruckt. Die AMD-Aktie fiel um 6 Prozent auf 486,60 Dollar, während Investoren eine Meldung verarbeiteten, die nahezu zeitgleich eintraf: Elon Musk gab beim ersten öffentlichen Earnings Call von SpaceX bekannt, dass Nvidia der exklusive Lieferant von AI-Chips für eine neue orbitale Rechenplattform namens Starmind sein wird.

Was ist Starmind?

SpaceX stellte Starmind als AI-1-Nutzlast vor, die „rechenzentrumstaugliche Rechenkapazität" in den Orbit bringen soll. Die Plattform wird Nvidias Rubin GPUs und Vera CPUs einsetzen – Hardware aus Nvidias neuester Generation – und die maximale Satellitenrechenleistung wird 250 Kilowatt erreichen. Musk bezeichnete es als grundlegend neuen Ansatz für verteilte AI-Inferenz, bei dem Rechenknoten oberhalb der Atmosphäre statt in erdgebundenen Rechenzentren betrieben werden.

Die Exklusivitätsankündigung war ein direkter Schlag gegen AMD, das seine MI-Serie von Beschleunigern als glaubwürdige Alternative zu Nvidia bei groß angelegten AI-Deployments positioniert hatte. SpaceX ist ein hochkarätiger Kunde und sendet anderen Abnehmern ein klares Signal darüber, welchen Chips bei den ambitioniertesten AI-Infrastrukturprojekten vertraut wird.

Lisa Su antwortet

AMD-CEO Lisa Su sprach die Nachricht beim Earnings Call an, ohne Zugeständnisse zu machen. Sie bezeichnete die Entscheidung von SpaceX als auf ein spezifisches Einsatzszenario beschränkt und bekräftigte, dass AMDs Hyperscaler-Pipeline robust bleibt. „Unsere Rechenzentrumsdynamik bei Cloud-Anbietern ist stärker denn je", sagte sie und verwies auf den verdoppelten Rechenzentrumsumsatz als Beleg für AMDs intakte Wettbewerbsposition im breiteren Markt.

Sus besonnene Einordnung reichte nicht aus, um den Ausverkauf zu stoppen. Die Nvidia-Aktie stieg am selben Tag um 4 Prozent auf 221,33 Dollar – Investoren werteten den Starmind-Deal als weitere Bestätigung von Nvidias Dominanz an der Spitze der AI-Infrastruktur.

Kontext: Das Rennen um AI-Chips

AMD hat in den vergangenen zwei Jahren echte Fortschritte gegenüber Nvidia erzielt und Rechenzentrums-Verträge mit Hyperscalern wie Microsoft, Google und Meta gewonnen. Die MI450-Beschleuniger des Unternehmens, die Anfang des Jahres in einem gemeldeten 5-Milliarden-Dollar-Deal mit Anthropic angekündigt wurden, sind das bislang deutlichste Zeichen dafür, dass AMD bei erstklassigen AI-Workloads mithalten kann. Doch Nvidias Präsenz in den sichtbarsten und symbolträchtigsten Deployments – von Consumer GPUs bis hin zu orbitaler Rechenleistung – stärkt weiterhin seinen Markenvorteil.

Für Investoren warf die Starmind-Ankündigung eine Frage auf, die selbst starke Quartalszahlen nicht beantworten können: Besitzt Nvidia bei den folgenreichsten AI-Infrastrukturentscheidungen eine Zugkraft, die AMD schlicht nicht erreichen kann?

Was als Nächstes kommt

AMDs Prognose für Q3 2026 übertraf die Analystenschätzungen – ein Detail, das unter normalen Umständen die Schlagzeile jedes Earnings-Berichts wäre. Ob sich die Aktie erholen kann, hängt davon ab, ob die SpaceX-Erzählung an Bedeutung verliert oder gewinnt. Musk ist dafür bekannt, bei der Wahl von Chip-Lieferanten Entscheidungen zu treffen, die weit über ihren direkten wirtschaftlichen Wert hinaus Signalwirkung entfalten. Die Starmind-Ankündigung hat ihre Wirkung auf die Marktwahrnehmung bereits entfaltet – unabhängig von ihrem tatsächlichen kommerziellen Ausmaß.

Wie von CNBC und Yahoo Finance berichtet, bleibt AMD Q2 2026 das stärkste Finanzergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Frage ist, ob der Markt bereit ist, es auch so zu sehen.

Originally reported by Yahoo Finance. Read the original article for additional details.

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