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Hersteller kleiner Raketen geben kleine Raketen auf der Suche nach einem Geschäftsmodell auf

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Hersteller kleiner Raketen geben kleine Raketen auf der Suche nach einem Geschäftsmodell auf

Jahrelang war die Annahme rund um Small-Launch-Startups einfach: zu viele Unternehmen jagen einen zu kleinen Markt und würden sich schließlich auf zwei oder drei Überlebende konsolidieren. Das ist nicht, was 2026 geschah. Stattdessen kamen Unternehmen, die einst direkt um dieselben Rideshare-Verträge für Kleinsatelliten konkurrierten, unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass reiner Small Launch allein kein tragfähiges Geschäft ergibt — und wählten radikal unterschiedliche Fluchtwege.

Rocket Lab kaufte einen Satellitenbetreiber

Rocket Lab verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 234 Millionen Dollar und einen Auftragsbestand von 2,36 Milliarden Dollar. Doch das Unternehmen bleibt kein reiner Small-Launch-Anbieter. Die Übernahme von Iridium Communications macht Rocket Lab zu einem vertikal integrierten Raumfahrtunternehmen, das seine eigene Satellitenkonstellation betreibt.

Firefly Aerospace verdient mehr an Raumfahrzeugen als am Start

Der Umsatz von Firefly erreichte im zweiten Quartal 2026 117,7 Millionen Dollar, ein Plus von 659 Prozent im Jahresvergleich. Das entscheidende Detail: Raumfahrzeuglösungen, nicht Startdienste, machen jetzt den Großteil dieses Umsatzes aus.

ABL Space Systems verließ den Start komplett

ABL vollzog den drastischsten Ausstieg. Das Unternehmen wechselte komplett von kommerziellen Startdiensten zur Raketenabwehr und benannte sich in Long Wall um.

Relativity Space wurde größer, nicht kleiner

Relativitys Fluchtweg ist Skalierung. Nach finanziellen Schwierigkeiten 2024, die im März 2025 eine kontrollierende Investition des ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt erforderten, lenkte das Unternehmen seine Entwicklungsarbeit auf Terran R, ein schweres, wiederverwendbares Fahrzeug. Relativity verfügt nun über einen kommerziellen Auftragsbestand von über 2,85 Milliarden Dollar und wurde im August 2026 mit 4 Milliarden Dollar bewertet.

Der gemeinsame Nenner: Small Launch allein zahlt sich nicht aus

Betrachtet man diese vier Unternehmen nebeneinander, ergibt sich ein Muster, das interessanter ist als eine einfache Konsolidierung. Keines entschied, dass Small Launch wertlos sei — was jedes unabhängig voneinander feststellte, ist, dass Small Launch allein nicht genug Umsatz oder Marge generiert, um ein Unternehmen im Wagniskapital- oder Börsenmaßstab zu tragen.

Worauf als Nächstes zu achten ist

Wer einen Small-Launch-Anbieter als Kunde oder Investor bewertet, sollte nicht nur nach Startkadenz oder Preis pro Kilogramm fragen — sondern danach, welches Geschäft das Unternehmen tatsächlich rund um seine Rakete aufbaut.

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