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Windows 11 KB5094126 legt Office-Apps lahm und schickt HP-PCs in BitLocker-Schleifen

Windows Latest / BleepingComputer
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Windows 11 KB5094126 legt Office-Apps lahm und schickt HP-PCs in BitLocker-Schleifen

Das Patch-Tuesday-Update für Juni für Windows 11 kam mit einem hohen versteckten Preis: Während KB5094126 208 Sicherheitslücken schließt, hat es auch das Starten von Office-Apps beeinträchtigt, einige HP-Geschäfts-PCs in BitLocker-Wiederherstellungsschleifen geschickt und den Papierkorb mit kryptischen internen Bezeichnern anstelle der tatsächlichen Dateinamen zurückgelassen.

Das obligatorische kumulative Update – das für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 gilt – wurde am 9. Juni 2026 veröffentlicht. Microsoft hat mehrere der Fehler bestätigt, während andere Wochen nach dem Rollout in der Kategorie „weithin gemeldet, aber nicht anerkannt" verbleiben.

Was bricht und wie schlimm

Das störendste Problem betrifft alle, die Microsoft Office über Drittanbietersoftware verwenden. Das Update hat versehentlich die OLE-Automatisierung beschädigt – den internen Mechanismus, den Windows verwendet, damit eine Anwendung mit einer anderen kommunizieren kann. Buchhaltungssoftware, Praxismanagement-Tools und unzählige Unternehmensanwendungen sind auf OLE angewiesen, um Office-Dokumente zu öffnen, zu lesen oder zu schreiben, ohne dass der Benutzer manuell Word oder Excel starten muss. Diese Integrationen sind jetzt für viele Benutzer defekt.

Noch alarmierender für IT-Abteilungen: Ein Teil der HP-Geschäftsrechner bleibt nach der Installation des Updates in BitLocker-Wiederherstellungsschleifen stecken oder zeigt beim Start einen schwarzen Bildschirm. Die Ursache scheint unzureichender Speicherplatz auf der EFI-Partition zu sein – das Update installiert neue Secure-Boot-Zertifikate, die einige ältere Partitionslayouts einfach nicht aufnehmen können.

Der von Microsoft bestätigte Papierkorb-Fehler ist weniger katastrophal, aber dennoch verwirrend: Wenn Windows Sie auffordert, eine Datei endgültig zu löschen, wird jetzt die interne Kennung (etwa $R4ABC12) anstelle des tatsächlichen Dateinamens angezeigt. Dateien werden korrekt wiederhergestellt und der Papierkorb selbst wird normal angezeigt – aber wenn Sie nicht sicher sind, was Sie löschen, ist dieser Hinweis jetzt nutzlos. Microsoft sagt, dass ein Fix erst am 14. Juli 2026 eintreffen wird.

Zusätzliche Berichte – noch nicht offiziell bestätigt – umfassen, dass OneDrive aus der Seitenleiste des Datei-Explorers nicht mehr reagiert, Systeme innerhalb weniger Minuten nach dem Start einfrieren und die LAN-Konnektivität ausfällt, während der Internetzugang bestehen bleibt. Ein kleineres, aber bemerkenswertes Problem: Das Update hat auf einigen Rechnern die Datei desktop.ini geändert und so benutzerdefinierte Ordnersymbole und -ansichten durcheinandergebracht.

Das Problem mit dem obligatorischen Update

Was dies besonders frustrierend macht, ist, dass KB5094126 obligatorisch ist – es wird schließlich installiert, selbst wenn Updates pausiert wurden. Benutzer, die bereits betroffen sind, können ein kumulatives Update nicht einfach deinstallieren, ohne das Risiko einzugehen, den 208 Schwachstellen ausgesetzt zu sein, die es patcht. Das ist eine echte No-Win-Situation: Wenden Sie das Update an und erleben Sie Startfehler, oder überspringen Sie es und bleiben Sie ungepatcht.

Die von Microsoft empfohlene Problemumgehung für das HP-Startproblem beinhaltet die Erweiterung der EFI-Partition vor dem Update, was Unternehmensbereitstellungstools erfordert, die die meisten Heimanwender nicht haben. Für Office-OLE-Probleme gibt es derzeit keine veröffentlichte Problemumgehung.

Was Sie jetzt tun sollten

Wenn Sie ein IT-Administrator sind, der eine Flotte von HP-Geschäftsrechnern verwaltet, halten Sie das Update auf Gruppenrichtlinienebene zurück, bis Microsoft weitere Anweisungen gibt. Bei Office-Integrationsfehlern prüfen Sie, ob Ihr Buchhaltungs- oder Medizinsoftwareanbieter einen Hotfix veröffentlicht hat – einige haben bereits Kompatibilitätspatches auf ihrer Seite bereitgestellt. Heimanwender auf Consumer-HP-Hardware scheinen von den Startproblemen bisher weitgehend nicht betroffen zu sein.

Das Update bringt neben dem Chaos auch echte Verbesserungen: Ein neues „Niedriglatenzprofil", das System-Jitter für Gaming- und Audio-Workloads reduziert, und die 208 Sicherheitspatches bleiben wichtig. Die Frage ist, ob Microsoft vor dem 14. Juli – dem derzeit versprochenen Datum nur für den Papierkorb-Fix – ein korrigierendes Rollup veröffentlichen kann.

Originally reported by Windows Latest / BleepingComputer. Read the original article for additional details.

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