Uber und Pony.ai planen, über 2.000 Robotaxis in ganz Europa und dem Nahen Osten einzusetzen

Uber und Pony.ai gaben am 14. August eine ausgeweitete Partnerschaft bekannt, um mehr als 2.000 Robotaxis in ganz Europa einzusetzen, wobei auch Pläne zur Ausweitung auf den Nahen Osten bestehen. Die Ankündigung baut auf dem ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst der Unternehmen in Europa auf, der Anfang dieses Jahres in Zagreb, Kroatien, gestartet wurde, und wird in Zukunft vier weitere europäische Städte hinzufügen, die schrittweise bekannt gegeben werden.
Wie die Partnerschaft tatsächlich funktioniert
Die Expansion basiert auf einem von Pony.ai als gemeinsames Bereitstellungsmodell bezeichneten Ansatz, der einen skalierten Robotaxi-Dienst in drei verschiedene Funktionen aufteilt, die von drei verschiedenen spezialisierten Partnern übernommen werden. Pony.ai liefert die Technologie für das autonome Fahren der Stufe 4 selbst – die Software- und Hardware-Plattform für das selbstfahrende Fahren. Uber steuert seine Mitfahrplattform und die damit verbundene Nachfrage der Fahrgäste bei. Ein lokaler Betreiber, der von beiden Unternehmen unabhängig ist, kümmert sich um den täglichen Flottenbetrieb: Wartung, Reinigung, Laden und die physische Logistik, um die Fahrzeuge auf der Straße zu halten.
Beim Start in Zagreb wurde diese lokale Rolle von Verne übernommen, einem kroatischen Mobilitätsunternehmen, das auch den Fahrzeugbesitz für diesen Markt übernahm. Die Struktur des Flottenbesitzes variiert von Stadt zu Stadt, was bedeutet, dass sich die spezifische Mischung aus Eigentümern, Betreibern und Softwareanbietern von einem europäischen Markt zum nächsten unterscheiden kann, während die Einführung weitergeht.
Warum die Struktur der gemeinsamen Bereitstellung wichtig ist
Die Aufteilung eines Robotaxi-Dienstes in drei spezialisierte Rollen – Technologie, Nachfrageplattform und Flottenbetrieb – löst ein Problem, das die Expansion autonomer Fahrzeuge an anderer Stelle verlangsamt hat: Kein einzelnes Unternehmen ist von Natur aus gut in allen drei Bereichen. Unternehmen für autonomes Fahren zeichnen sich durch die Software- und Sensor-Plattform aus, verfügen jedoch typischerweise nicht über die bestehende Nutzerbasis und App-Infrastruktur, die eine Mitfahrplattform bereits besitzt. Mitfahrplattformen haben die Nachfrage und den Bekanntheitsgrad der Marke, aber keine Expertise in der physischen Wartung und dem täglichen Betrieb einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge. Durch die ausdrückliche Aufteilung der Arbeit vermeidet die Partnerschaft, dass ein Partner gezwungen wird, Kompetenzen außerhalb seiner Kernstärke aufzubauen – dem Modell, das Waymo und andere Betreiber dazu veranlasste, langsamer zu skalieren, indem sie alle drei Funktionen selbst übernahmen.
Das größere Bild: Chinas AV-Technologie erreicht westliche Straßen
Pony.ai ist ein chinesisches Unternehmen für autonomes Fahren, und diese Expansion ist ein bedeutendes Beispiel dafür, dass chinesische Technologie für das selbstfahrende Fahren den kommerziellen Einsatz auf europäischen Straßen in nennenswertem Umfang erreicht – ein bemerkenswerter Datenpunkt in einer Branche, in der geopolitische Spannungen den grenzüberschreitenden Technologieeinsatz in anderen Sektoren, von Telekommunikationsausrüstung bis hin zu Halbleitern, erschwert haben. Die Partnerschaft zwischen Uber und Pony.ai geht auf den Mai 2025 zurück, als die Unternehmen erstmals Pläne ankündigten, die Robotaxis von Pony.ai auf internationalen Märkten auf die Uber-Plattform zu bringen, wobei Europas erster konkreter Einsatz im März 2026 durch das drei Wege umfassende Abkommen in Zagreb Gestalt annahm.
Die Expansion in den Nahen Osten fügt der Präsenz der Partnerschaft eine weitere Region hinzu, wobei Katar speziell als Markt genannt wird, in dem Pony.ai bereits Partnerschaften gesichert hat. Kombiniert mit der europäischen Einführung stellt das Ziel von 2.000 Fahrzeugen einen der bisher größten angekündigten Pläne zur Bereitstellung von Robotaxis außerhalb der USA und Chinas dar.
Wie von TechCrunch berichtet.
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