TikTok und ByteDance einigen sich auf 400-Millionen-Dollar-Settlement wegen Verletzung des Kinderdatenschutzes

TikTok und seine chinesische Muttergesellschaft ByteDance haben sich bereit erklärt, 400 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Klage des US-Justizministeriums wegen systematischer Verstöße gegen Datenschutzgesetze für Kinder beizulegen, teilte das DOJ am Freitag mit. Die Einigung zählt zu den größten, die je unter dem COPPA-Gesetz erzielt wurden.
Die gemeinsam vom DOJ und der FTC im August 2024 eingereichte Klage warf TikTok vor, personenbezogene Daten — darunter E-Mail-Adressen — von Nutzern unter 13 Jahren ohne verifizierbares elterliches Einverständnis gesammelt zu haben, sogar in "Kindermodus"-Konten. Zudem soll TikTok elterliche Anfragen zur Löschung von Kinderkonten nicht erfüllt haben.
TikTok zahlt 300 Millionen US-Dollar sofort; die restlichen 100 Millionen werden fällig, sobald ein Gericht ein früheres Einverständnisdekret gegen Musical.ly aufhebt.
Eine Rekordsstrafe unter COPPA
Die 400 Millionen US-Dollar übertreffen alle bisherigen Kinderdatenschutz-Einigungen. Das FTC-Settlement mit Epic Games wegen Fortnite (275 Millionen US-Dollar, 2022) war der bisherige Rekord. Der Sprung auf 400 Millionen sendet ein klares Signal: Die Durchsetzung von Kinderdatenschutzgesetzen eskaliert in Umfang und finanziellen Konsequenzen.
Das DOJ stellte fest, dass TikTok seit der Klage 2024 wesentliche Änderungen an seiner Eigentümerstruktur, Compliance-Funktionen und Datenverarbeitungspraktiken vorgenommen hat — mit stärkeren Altersverifikationskontrollen und erweiterten Elternaufsicht-Tools.
Die Einigung bedarf noch der gerichtlichen Genehmigung. Für TikTok, das Anfang 2025 einem drohenden US-Verbot entgangen ist, markiert die Zahlung die formelle Beilegung eines der prominentesten Kinderdatenschutz-Verfahren der Social-Media-Ära.
Ursprünglich berichtet von Department of Justice. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
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