Datenpanne bei Thomson Reuters' Gerichtssoftware legt versiegelte Akten in 12 US-Bundesstaaten offen

Thomson Reuters gab am 2. September bekannt, dass Angreifer zwischen dem 1. März und dem 29. Juni 2026 — vier Monate lang — unbefugt auf C-Track, die Plattform zur Verwaltung von Gerichtsfällen, zugegriffen hatten. Betroffen sind sensible persönliche und juristische Daten aus Gerichten in 11 US-Bundesstaaten, den US-amerikanischen Jungferninseln und der kanadischen Provinz Ontario.
Die betroffenen Bundesstaaten sind Alabama, Kentucky, Montana, Nevada, New Hampshire, North Dakota, Ohio, Pennsylvania, South Carolina, Tennessee und Wyoming. Der Oberste Gerichtshof von Montana bestätigte, dass sein System zu den kompromittierten gehört.
Die offengelegten Daten sind ungewöhnlich sensibel: Neben Standardangaben wie Namen, Sozialversicherungsnummern, Führerscheinnummern und Geburtsdaten enthält C-Track auch medizinische Informationen, Krankenversicherungsdetails und — besonders kritisch — versiegelte Gerichtsdokumente, die Informationen über Zeugenschutzprogramme, Jugendstrafakten und laufende Ermittlungen umfassen können.
Thomson Reuters hat weder die Anzahl der Betroffenen noch die ausgenutzte Schwachstelle offengelegt. Betroffene Personen erhalten 12 Monate kostenloses Kreditmonitoring.
Ursprünglich berichtet von The Hacker News. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
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