AIO APEX

Spotify entfernt 500.000 Fake-Streams im Zusammenhang mit Wetten auf dem Prognosemarkt Kalshi

Music Business Worldwide
Teilen:
Spotify entfernt 500.000 Fake-Streams im Zusammenhang mit Wetten auf dem Prognosemarkt Kalshi

Spotify hat mehr als 500.000 künstliche Streams von Malcolm Todds Song "Earrings" entfernt, nachdem ein Händler verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Wetten auf dem Prognosemarkt Kalshi gemeldet hatte, wie aus Berichten von Bloomberg, Music Business Worldwide und The Hollywood Reporter vom 2. bis 3. Juli 2026 hervorgeht.

Warum es wichtig ist

"Earrings", eine Single von Columbia Records, die seit dem 14. April im US-Popradio lief, sprang an einem einzigen Tag um rund 70 % nach oben und erreichte am 29. Juni Platz 1 der täglichen US-Spotify-Charts, bevor sie nach dem Entfernen der manipulierten Streams auf Platz 4 zurückfiel. Der Anstieg fiel mit einem Markt von Kalshi im Wert von etwa 3 Millionen Dollar zusammen, der darauf wettete, welcher Song im Juni der meistgestreamte in den USA sein würde – Teil eines breiteren Volumens von 400 Millionen Dollar an musikbezogenen Transaktionen, die Kalshi bis Ende April dieses Jahres auf seiner Plattform abgewickelt hatte.

Details

Ein Händler auf dem Prognosemarkt bezeichnete den Sprung als statistisch extrem unwahrscheinlich und schätzte die Wahrscheinlichkeit eines natürlichen Auftretens auf etwa eins zu 77 Septillionen. Spotify bestätigte, dass die Streams von Bots generiert wurden, und gab an, keine Tantiemen dafür zu zahlen. In einer Erklärung fügte das Unternehmen hinzu, dass "alle Streaming-Dienste mit sich ständig ändernder Stream-Manipulation konfrontiert sind" und dass es "branchenführende Erkennungs- und Abwehrmaßnahmen" unterhalte. Die Komplikation: Kalshi hatte den 3-Millionen-Dollar-Markt bereits abgerechnet und die Wettenden auf Basis der aufgeblähten Zahlen ausgezahlt, bevor die Ergebnisse von Spotify eintrafen.

Implikationen

Spotify sandte Kalshi und Polymarket am 2. Juli formelle Mitteilungen, in denen es beide Plattformen aufforderte, das Spotify-Branding zu entfernen und klarzustellen, dass keine von ihnen eine Partnerschaft mit dem Streaming-Dienst habe. Das Unternehmen stellte den Vorfall als strukturellen Konflikt zwischen seinem Chartsystem und den darauf wettenden Märkten dar, nicht als isolierten Zwischenfall. Spotify kündigte an, künftig vor der Veröffentlichung von Charts zusätzliche Überprüfungen einzuführen. Kalshi erklärte, man sei "in Kontakt mit Spotify und untersuche die Angelegenheit aktiv". Der Vorfall dürfte neue Aufmerksamkeit auf die Frage lenken, wie Prognosemärkte Wetten auf Daten – wie Musik-Charts – abwickeln, die nie zum Gegenstand von Wetten gemacht werden sollten, und ob Plattformen wie Kalshi und Polymarket direkte Datenintegritätsvereinbarungen mit den Unternehmen benötigen, deren Zahlen sie handeln.

Diese Geschichte wurde von Music Business Worldwide berichtet, mit zusätzlichen Berichten von Bloomberg und The Hollywood Reporter.

Originally reported by Music Business Worldwide. Read the original article for additional details.

View original source
Teilen: