SpaceX Starship Flug 13 bricht beim Zünden ab – vier Triebwerke starten nicht

Der SpaceX Starship Flug 13 endete Sekunden nachdem sein Countdown am 16. Juli auf Null erreicht hatte, als vier der Triebwerke des Super-Heavy-Boosters nicht wie erwartet zündeten und das automatische Abbruchsystem des Fahrzeugs auslösten. Die Mission war der erste Starship-Flugtest seit dem Börsengang von SpaceX und der erste Versuch, produktionsspezifische Starlink-V3-Satelliten einzusetzen, wie Spaceflight Now berichtet.
Was auf der Rampe geschah
Der Super-Heavy-Booster — Booster 20 — erreichte am 16. Juli um 17:45 Uhr CDT in SpaceX‘ Starbase-Einrichtung in Boca Chica, Texas, die Zündung. Telemetriedaten des Live-Streams zeigten vier Triebwerke, die während der Zündsequenz nicht hochliefen und damit die Schwelle für einen automatischen Abbruch überschritten. Musk schrieb kurz danach auf X: „Einige Triebwerke starteten nicht und lösten einen automatischen Startabbruch aus.“ Das Fahrzeug und die Startinfrastruktur blieben unbeschädigt.
SpaceX hat noch keine detaillierte technische Erklärung dafür veröffentlicht, warum die vier Triebwerke nicht zündeten. Das Unternehmen verwendet für diese Mission Booster 20 und Ship 40 – neu gebaute Hardware für die Version-3-Konfiguration, die erstmals auf Flug 12 im Mai 2026 flog.
Was Flug 13 eigentlich erreichen sollte
Die Mission hatte drei Hauptziele: 20 Starlink-V3-Satelliten auf einer suborbitalen Flugbahn auszusetzen und damit erstmals die Frachtfähigkeit des Starship zu demonstrieren; ein erneutes Zünden eines einzelnen Raptor-Triebwerks im Weltraum zu versuchen; und einen kontrollierten Eintritt, Abstieg und Wasserung der oberen Stufe im Indischen Ozean durchzuführen. Die Starlink-V3-Satelliten sind deutlich größer als die aktuellen V2-Mini-Satelliten auf der Falcon 9, und ihr Einsatz erfordert die viel größere Nutzlastbucht des Starship.
Warum diese Mission jetzt noch wichtiger ist
Flug 13 trägt ungewöhnliche Risiken: Es ist der erste Starship-Test seit dem Börsengang von SpaceX, was bedeutet, dass Verzögerungen jetzt für öffentliche Aktionäre sichtbar sind, nicht nur für interne Stakeholder und Regierungskunden. Auch die NASA beobachtet aufmerksam – das Starship ist zentral für die Artemis-3-Mondmission, die ein orbitalfähiges Starship erfordert, bevor sie fortgesetzt werden kann. SpaceX hat seinen internen orbitalen Meilenstein mehrfach verschoben, und der Abbruch von Flug 13 verlängert diese Unsicherheit weiter.
Zudem ist die Starlink-V3-Konstellation eine strategische Priorität für das Geschäftsmodell von SpaceX. V3-Satelliten haben einen wesentlich höheren Durchsatz als ihre Vorgänger, und SpaceX benötigt das Starship, um sie in großem Maßstab einzusetzen, da sie zu groß für die Falcon 9 sind.
Wie es weitergeht
Musk sagte, der nächste Startversuch sei „hoffentlich in ein paar Tagen“ möglich, was darauf hindeutet, dass das Triebwerksproblem ohne größere Hardwareänderungen behebbar ist. SpaceX hat keine offizielle Stellungnahme mit einem neuen Zieltermin abgegeben. Angesichts der kurzen Umschlagzeit zwischen Abbruch und erneutem Flug, die das Unternehmen bei früheren Flügen erreicht hat – manchmal bereits nach einer Woche – ist ein Versuch Ende Juli möglich, wenn die Ursache schnell gefunden wird.
Originally reported by Spaceflight Now. Read the original article for additional details.
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