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Realta Fusion wird zum ersten privaten Unternehmen, das direkt aus einer Fusionsreaktion Strom erzeugt

TechCrunch
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Realta Fusion wird zum ersten privaten Unternehmen, das direkt aus einer Fusionsreaktion Strom erzeugt

Realta Fusion hat am 19. Juni 2026 eine Glühbirne mit Strom beleuchtet, der direkt aus einem Fusionsplasma gewonnen wurde – ein Meilenstein, den das in Wisconsin ansässige Startup nach eigenen Angaben zum ersten privaten Unternehmen macht, das öffentlich die direkte Stromerzeugung aus einer Fusionsreaktion demonstriert, wie TechCrunch berichtet.

Die Demonstration nutzte das WHAM-Gerät (Wisconsin HTS Axisymmetric Mirror) von Realta, eine kompakte Fusionsmaschine, die Energie aus Alphateilchen einfängt – geladene Helium-4-Kerne, die bei der Fusion von Deuterium und Tritium entstehen. Anstatt diese Energie in Dampf umzuwandeln, um eine Turbine anzutreiben, extrahiert das Direktumwandlungssystem von Realta direkt die elektrische Ladung dieser Teilchen und erzeugt mehrere Ampere bei 100 Volt – genug, um mehrere Glühbirnen gleichzeitig zu betreiben.

Warum der Wirkungsgrad hier wichtig ist

Konventionelle Spaltungs- und die meisten vorgeschlagenen Fusionskraftwerke wandeln thermische Energie über einen Dampfkreislauf in Strom um und erreichen dabei etwa 33 % Wirkungsgrad. Der Direktumwandlungsansatz von Realta – die Gewinnung der Alphateilchenenergie, bevor sie thermalisiert – wird auf etwa 90 % Wirkungsgrad geschätzt. Die Alphateilchen machen etwa 20 % der gesamten Energie aus, die bei einer Deuterium-Tritium-Reaktion freigesetzt wird, daher erfasst die Methode nicht die gesamte Fusionsleistung, aber was sie erfasst, erfasst sie gut.

„Wir können Energie aus einem Plasma gewinnen", sagte Mitgründer und CEO Kieran Furlong. Im kommerziellen Maßstab schätzt Realta, dass diese Technik die Nettoleistung des Kraftwerks um 20-30 % steigern könnte, indem der gewonnene Strom direkt zurückgeführt wird, um das Plasma zu heizen, wodurch der externe Energieeintrag reduziert wird, der zur Aufrechterhaltung der Reaktion erforderlich ist.

Kontext im Fusionsrennen

Realta hat 2025 eine Series-A-Finanzierungsrunde über 36 Millionen US-Dollar unter der Führung von Future Ventures abgeschlossen und befindet sich derzeit in der Aufnahme zusätzlichen Kapitals. Das Unternehmen ist nicht das einzige Fusions-Startup, das die direkte Energieumwandlung verfolgt: Helion Energy, unterstützt durch eine Zusage von 375 Millionen US-Dollar von Sam Altman und einen Stromabnahmevertrag mit Microsoft, hat ebenfalls seine Absicht zur Nutzung der Direktumwandlung erklärt – dies aber noch nicht öffentlich demonstriert.

Der Unterschied ist wichtig. Der Nachweis, dass die direkte Energieumwandlung auf Geräteebene funktioniert – selbst im kleinen Maßstab – bringt sie von einer theoretischen Wirkungsgradbehauptung in den Bereich der Technik. Das bedeutet nicht, dass ein kommerzielles Fusionskraftwerk unmittelbar bevorsteht; der Weg von einer durch Fusion betriebenen Glühbirne zu einem netzgekoppelten Reaktor umfasst viele weitere Schritte in den Bereichen Plasmaeinschluss, Brennstoffhandhabung, Materialwissenschaft und behördliche Zulassung.

Aber für ein Feld, in dem kommerzielle Demonstrationen jeglicher Art selten waren, ist der Test von Realta am 19. Juni ein konkreter Datenpunkt: plasmabürtiger Strom, der durch einen echten Stromkreis fließt, in einer privaten Einrichtung, zum ersten Mal öffentlich aufgezeichnet und gemeldet.

Originally reported by TechCrunch. Read the original article for additional details.

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