Pentagon erwägt 5-Milliarden-Darlehen an KI-Startup Fluidstack zur Sicherung von Rechenzentrum-Lieferketten

Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) verhandelt über ein Darlehen von rund 5 Milliarden Dollar an das KI-Infrastruktur-Startup Fluidstack — das größte Darlehen, das das Büro für Strategisches Kapital des Verteidigungsministeriums je vergeben hätte, wie das Wall Street Journal und Reuters am Donnerstag berichteten.
Das Geld würde kein neues KI-Rechenzentrum direkt finanzieren. Stattdessen würde Fluidstack das Darlehen nutzen, um US-amerikanische Fertigungskapazitäten für die physischen Komponenten aufzubauen, von denen Rechenzentren abhängig sind — Stromausrüstung, Kühlsysteme und Netzwerkhardware — Engpässe in der Lieferkette, die zu einer strategischen Schwachstelle geworden sind.
Wer ist Fluidstack?
Das 2017 an der Universität Oxford gegründete und heute in New York ansässige Unternehmen baut und betreibt KI-Infrastruktur im großen Maßstab, darunter GPU-Cluster und maßgeschneiderte Rechenzentren für das Training und den Betrieb modernster KI-Modelle. Das Unternehmen verwaltet mehr als 100.000 GPUs und zählt Anthropic, Nvidia, Meta, Mistral, Character.AI, Poolside und Black Forest Labs zu seinen Partnern.
Anthropic wählte Fluidstack für den Bau maßgeschneiderter Rechenzentren in New York und Texas als Teil eines 50-Milliarden-Dollar-Engagements für die US-Computerinfrastruktur. Fluidstack sammelte in diesem Jahr 830 Millionen Dollar in einer Series A bei einer Bewertung von 7,5 Milliarden Dollar ein. Ein Pentagon-Darlehen von 5 Milliarden wäre etwa das Sechsfache dieser Runde.
KI-Infrastruktur wird nationale Sicherheitspolitik
Das Büro für Strategisches Kapital gewährt Darlehen an Unternehmen, die in für die US-nationale Sicherheit kritischen Bereichen tätig sind. Frühere Darlehen bewegten sich im dreistelligen Millionenbereich. Ein 5-Milliarden-Engagement würde einen Größenwechsel markieren, der zeigt, wie ernst Washington KI-Infrastruktur als strategisches Asset betrachtet.
Das potenzielle Darlehen fügt sich in ein diese Woche sichtbares Muster: Google sagte am Mittwoch 13 Milliarden Euro für KI-Infrastruktur in Finnland zu, und Microsoft plante einen 38-Gigawatt-Ausbau von Rechenzentren bis 2032. Das Pentagon scheint nicht bereit zu sein, die Lieferkette, die all das erst möglich macht, allein dem privaten Sektor zu überlassen.
Gespräche sind vorläufig
Weder das Pentagon noch Fluidstack kommentierten den Bericht. Die Gespräche sind noch im Gange, und Größe, Konditionen und Struktur könnten sich wesentlich ändern — oder vor jeder Einigung scheitern.
Erstmals berichtet vom Wall Street Journal.
Ursprünglich berichtet von The Wall Street Journal. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
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