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OpenAI startet Astra for Law mit einem Rechtsrecherche-Index von 230 Millionen URLs

Artificial Lawyer
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OpenAI startet Astra for Law mit einem Rechtsrecherche-Index von 230 Millionen URLs

OpenAI stellte am 17. September Astra for Law vor, eine Version seines GPT-6-Astra-Modells kombiniert mit einem Rechtsrecherche-Index, der mehr als 230 Millionen URLs zu US-Rechtsprechung, Gesetzen, Vorschriften, Gerichtsregeln und Verwaltungsentscheidungen umfasst. Das Produkt richtet sich direkt an Anwaltskanzleien und Legal-Tech-Unternehmen und tritt in einen Markt ein, der bereits von etablierten Akteuren wie Thomson Reuters CoCounsel und Harvey bedient wird.

Woher die Daten stammen

Ein Großteil der zugrunde liegenden Rechtsprechung stammt vom Free Law Project, der gemeinnützigen Organisation hinter CourtListener, die laut OpenAI mehr als 99,9% der veröffentlichten US-Präzedenzfälle abdeckt. Quellen werden dem Index täglich hinzugefügt.

Die Benchmark-Zahl, die wichtiger ist als das Marketing

Bei einem veröffentlichten Satz von 200 Fragen aus der Legal Research Bench erreichte Astra for Law eine Gesamtkorrektheit von 54% — eine relative Verbesserung von 40% gegenüber GPT-6 Astra mit reiner allgemeiner Websuche, die bei denselben Fragen 38,7% erzielte. Aber eine Korrektheitsrate von 54% bei einem dedizierten Rechtsrecherche-Benchmark ist auch eine echte Einschränkung, die es wert ist, klar benannt zu werden: Für einen Berufsstand, in dem ein einziges erfundenes oder veraltetes Zitat in einem Gerichtsschriftsatz zu Sanktionen führen kann, ist ein Tool, das etwa die Hälfte der Recherchefragen vollständig richtig beantwortet, eine Recherchehilfe, die Überprüfung erfordert, kein Ersatz für einen Anwalt, der die zugrunde liegende Quelle prüft.

Früher Zugang und Wettbewerbsposition

Der anfängliche Zugang erfolgt über ein "Trusted Access"-Programm innerhalb von ChatGPT und Codex. Zu den bestätigten frühen Anwenderkanzleien gehören Latham & Watkins, Ropes & Gray, Cooley und Sullivan & Cromwell — vier Kanzleien aus der Am-Law-100-Liste.

Was das für den Rechts-KI-Markt bedeutet

OpenAIs direkter Einstieg in die Rechtsrecherche, anstatt dieses Segment vollständig spezialisierten Startups wie Harvey oder etablierten Akteuren wie Thomson Reuters zu überlassen, verändert die Wettbewerbsrechnung für kleinere Anbieter von Rechts-KI.

Ursprünglich berichtet von Artificial Lawyer. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.

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