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Nvidia eröffnet Verkauf von Vera-CPU an China — Lieferung im August, GPU-Exporte bleiben eingefroren

Tom's Hardware / TrendForce / The Next Web
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Nvidia eröffnet Verkauf von Vera-CPU an China — Lieferung im August, GPU-Exporte bleiben eingefroren

Nvidia hat damit begonnen, seine neue Vera-CPU bei großen chinesischen Cloud-Unternehmen zu bewerben. Die Bestellungen könnten bereits im August 2026 versandt werden – ein bedeutender Strategiewechsel, da US-Exportkontrollen den Verkauf von High-End-GPUs nach China eingefroren und eine Lücke in den China-Einnahmen hinterlassen haben.

Mehreren Berichten zufolge, die sich auf mit den Gesprächen vertraute Quellen stützen, plant mindestens ein großes chinesisches Technologieunternehmen, mehr als 300 Server zu bestellen, die jeweils mit zwei Vera-Prozessoren ausgestattet sind, für erste Tests. Sowohl Alibaba als auch ByteDance wurden als erste Kontakte im Verkaufsprozess identifiziert. Eine einzelne Vera-CPU kostet deutlich über 20.000 Dollar, ein vollständig konfiguriertes Rack mit 256 Chips wird auf rund 10 Millionen Dollar geschätzt. Nvidia prognostiziert, dass die Vera-Reihe bis zum Ende des Geschäftsjahres im Januar 2027 Einnahmen von etwa 20 Milliarden Dollar erzielen könnte.

Was Vera ist – und warum es Exportkontrollen umgeht

Die Vera-CPU ist Nvidias erster eigenständiger Arm-basierter Prozessor, der speziell für agentic AI-Workloads entwickelt wurde: Codeausführung, Reinforcement Learning, Datenanalyse und Inferenzsteuerungsaufgaben, die über einen längeren Zeitraum hinweg eine konstante Rechenleistung erfordern, anstatt rohen parallelen Durchsatz. Nvidia behauptet, dass er im Vergleich zu Konkurrenzprozessoren eine bis zu 1,8-fach schnellere Leistung für agentic AI bietet.

Entscheidend ist, dass CPUs deutlich weniger US-Exportbeschränkungen unterliegen als Nvidias leistungsstarke GPUs. Die GPUs H100 und H200 sind seit den Exportkontrollen von 2022 für den Verkauf nach China gesperrt. Die Vera-CPU fällt nicht unter dieselben verbotenen Kategorien, sodass Nvidia wieder nennenswerte Lieferungen an chinesische Käufer durchführen kann, ohne gegen Vorschriften zu verstoßen.

Der Haken: Die ersten Einsätze in China werden voraussichtlich in Rechenzentren im Ausland statt auf chinesischem Boden stattfinden, was die anhaltende regulatorische Unsicherheit und Pekings parallele Förderung der heimischen Chip-Autarkie durch Unternehmen wie Huawei und Cambricon widerspiegelt.

Das strategische Bild

China war historisch gesehen Nvidias zweitgrößter Markt – etwa 20–25 % des Umsatzes, bevor Exportkontrollen die GPU-Lieferungen drastisch reduzierten. Der Vorstoß mit der Vera-CPU ist eine Möglichkeit, Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten und Einnahmen von chinesischen Kunden zu generieren, ohne den Buchstaben der aktuellen Beschränkungen zu verletzen.

Für chinesische Cloud-Anbieter ist die Rechnung auch praktisch: Es gibt zwar heimische Alternativen zu KI-Chips, die jedoch in den meisten Benchmarks hinter Nvidias Leistung zurückbleiben, und Vera bietet einen Weg, leistungsfähige agentic AI-Infrastruktur bereitzustellen, während das heimische Chip-Ökosystem reift. Die H200-Verkäufe bleiben eingefroren, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Handelsministerium sich in Richtung einer Lockerung der GPU-Exportregeln bewegt.

Nvidia lehnte eine direkte Stellungnahme zu den China-CPU-Verkaufsgesprächen ab. Wie Tom's Hardware und TrendForce berichten, werden die Bestellungen voraussichtlich im August eröffnet, erste Lieferungen sollen kurz danach erfolgen.

Originally reported by Tom's Hardware / TrendForce / The Next Web. Read the original article for additional details.

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