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Midjourney gründet medizinische Abteilung und entwickelt Ganzkörper-Ultraschallscanner

Bloomberg / Engadget
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Midjourney gründet medizinische Abteilung und entwickelt Ganzkörper-Ultraschallscanner

Midjourney – das Unternehmen, das vor allem für KI-generierte Kunst aus Text-Prompts bekannt ist – hat am 18. Juni einen Ganzkörper-Ultraschallscanner vorgestellt und steigt damit in die Medizinbild-Hardware ein. Das Unternehmen behauptet, es handle sich um die erste neue Ganzkörper-Scanmethode seit 50 Jahren.



Der Midjourney Scanner funktioniert, indem eine Person auf einer Plattform in ein flaches Wasserbecken abgesenkt wird, das von mehr als 358.000 Ultraschallwandlern umgeben ist. Diese sind in 40 Chip-Modulen auf einem 70-cm-Ring angeordnet. Schallwellen feuern gleichzeitig aus jedem Winkel durch den Körper und erzeugen rund 17 Gigabyte Daten pro Sekunde. Der resultierende Scan liefert detaillierte Visualisierungen von Muskeln, Fett, Knochen und Organen bei etwa 0,5 mm Auflösung – ohne Strahlung und ohne Magnetfelder.



Unternehmensgründer David Holz beschrieb die Technologie mit einem Bild aus der Natur: „als wäre man aus jedem Winkel von einer halben Million kleiner Delfine umgeben“ – nach dem Vorbild der Echoortung, angewendet im medizinischen Maßstab.



Der aktuelle Prototyp benötigt etwa 20 Minuten für einen Ganzkörper-Scan. Midjourneys Ziel liegt bei unter 60 Sekunden, was das Unternehmen als 60-mal schneller und 10-mal günstiger als ein Standard-MRT bezeichnet. Diese Zahlen stammen von Midjourney selbst – basierend auf einem frühen Prototyp – und wurden nicht unabhängig verifiziert.



Ahmad Abbas, ehemaliger Hardware-Ingenieur bei Apple Vision Pro und seit Ende 2023 bei Midjourney, leitet das Hardware-Projekt. Die zugrundeliegende Bildtechnologie ist von Butterfly Network lizenziert, das Ultrasound-on-Chip-Halbleitermodule entwickelt. Der im November 2025 geschlossene Lizenzvertrag umfasst eine Vorauszahlung von 15 Millionen US-Dollar, jährliche Gebühren von rund 10 Millionen US-Dollar sowie bis zu 74 Millionen US-Dollar an Meilensteinzahlungen über fünf Jahre, wie aus einer behördlichen Einreichung von Butterfly Network hervorgeht.



Midjourneys kommerzieller Plan setzt auf ein „Spa-Modell“ statt auf traditionelle medizinische Nutzung. Das Unternehmen plant, bis Ende 2027 den ersten Midjourney Spa-Standort in San Francisco nahe dem Union Square zu eröffnen – eine 25.000 Quadratfuß große, vierstöckige Einrichtung, die Scanner mit Saunen, Fitnessstudios und Kältebecken kombiniert. Die langfristige Roadmap sieht 50.000 Scanner weltweit und bis zu einer Milliarde Scans pro Monat vor. Das Unternehmen schätzt, dass dafür rund 20 Milliarden US-Dollar Kapital nötig wären – eine Zahl, die Holz selbst als spekulativ bezeichnet.



Der Scanner besitzt derzeit keine FDA-Zulassung für diagnostische Zwecke. Der für Midjourney realistischste regulatorische Pfad in naher Zukunft ist wahrscheinlich die Körperzusammensetzungsmessung, die niedrigere Hürden als die klinische Diagnose mit sich bringt. Das Unternehmen gibt an, dass die dritte Hardware-Generation mit Custom Silicon für 2028 geplant ist und die FDA-Zulassungsversuche um diese Zeit beginnen sollen.



Der Schwenk ist eine bemerkenswerte Abkehr für ein Unternehmen, das mit abonnementbasierter KI-Bildgenerierung erhebliche Einnahmen erzielt hat. Midjourney war profitabel und bootstrapped, was ihm eine gewisse Startbahn für Hardware-Vorhaben verschafft. Die Entwicklung medizinischer Geräte hat jedoch ein anderes Risiko- und Kapitalprofil als Software. Das Unternehmen reiht sich in ein kleines Feld von Startups ein, die versuchen, die Ganzkörper-Bildgebung zu demokratisieren – darunter Ezra und Prenuvo. Midjourneys Ultraschall-Ansatz unterscheidet sich jedoch grundlegend von den MRT-basierten Methoden dieser Unternehmen.



Die Geschichte wurde zuerst von Bloomberg und Engadget am 18. Juni 2026 berichtet.

Ursprünglich berichtet von Bloomberg / Engadget. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.

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