Microsoft schließt Arkane Lyon und streicht Marvel's Blade – Xbox-Kündigungen beginnen am 6. Juli

Microsoft bereitet sich darauf vor, Arkane Lyon zu schließen und Marvel's Blade zu streichen, im Rahmen umfassender Xbox-Entlassungen, die am 6. Juli beginnen sollen, berichtete Tom Warren von The Verge. Das Studio, das die Dishonored-Reihe und Deathloop entwickelt hat, arbeitete seit Ende 2023 an dem Blade-Spiel – ein Projekt, das nun Berichten zufolge das Budget überschritten hat und mit erheblichen Verzögerungen konfrontiert ist, wobei der Veröffentlichungszeitraum von Ende 2026 auf Ende 2027 verschoben wurde.
Arkane Lyon wird Berichten zufolge entweder für eine Schließung oder einen Verkauf evaluiert, wie es bei mindestens vier weiteren Xbox-eigenen Studios der Fall ist: Compulsion Games, Double Fine, Ninja Theory und Undead Labs. Frühere Berichte von Bloomberg und GamesBeat hatten diese vier Studios bereits als gefährdet eingestuft; der Bericht von The Verge fügt Arkane der Liste hinzu.
Eine überdehnte Abteilung
Die Kündigungswelle folgt auf ein deutliches Memo von Xbox-CEO Asha Sharma und Content-Chef Matt Booty, das die Mitarbeiter warnte: "Wir haben uns überdehnt... In Zukunft kann das nicht so weitergehen." Die Botschaft markierte eine scharfe Kursänderung für eine Abteilung, die jahrelang Studios gekauft hatte – einschließlich Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar – unter der Prämisse, dass die reine Inhaltsmenge das Wachstum von Game Pass vorantreiben würde.
Die Gewerkschaft CWA, die Xbox-Mitarbeiter vertritt, hat vor den Entlassungen öffentlich Frustration gegenüber der Führung geäußert und fordert gutgläubige Verhandlungen und mehr Transparenz darüber, welche Rollen und Studios gestrichen werden.
Arkane's zweite Schließung in zwei Jahren
Die geplante Schließung erfolgt weniger als zwei Jahre, nachdem Microsoft Arkane Austin – das Team hinter Prey und dem kritisch verrissenen Redfall – in einer separaten Runde von Xbox-Entlassungen im Jahr 2024 geschlossen hatte. Diese Schließung veranlasste Dinga Bakaba, Co-Kreativdirektor von Arkane Lyon, eine Nachricht zu veröffentlichen, in der er Microsoft aufforderte, "sich um seine Künstler/Unterhalter zu kümmern", anstatt Studios als "Sündenböcke für Fehleinschätzungen" zu benutzen.
Sollte Arkane Lyon schließen, würde dies ein Studio beenden, das eine Ära des immersive-sim-Designs geprägt hat. Die Dishonored-Reihe und Deathloop erhielten durchweg Kritikerlob für ihren systemischen Weltenbau und die Spieleragentur – Eigenschaften, die in einer Branche, die nach Live-Service-Einnahmen jagt, zunehmend selten werden. Ob Microsoft einen Käufer finden kann, der bereit ist, diese Projekte fortzuführen, oder ob Blade einfach verschwindet, wird sich zeigen, wenn die Einschnitte am 6. Juli erfolgen.
Originally reported by The Verge. Read the original article for additional details.
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