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LAPD lässt seinen Flock-Überwachungskamera-Vertrag wegen Bürgerrechtsbedenken auslaufen

TechCrunch
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LAPD lässt seinen Flock-Überwachungskamera-Vertrag wegen Bürgerrechtsbedenken auslaufen

Die Los Angeles Police Department hat ihren Vertrag mit dem Überwachungsunternehmen Flock Safety am 13. Juli 2026 auslaufen lassen. Damit endet eine dreijährige Partnerschaft, die der Behörde Zugang zu Flocks Netzwerk automatisierter Kennzeichenlesekameras verschaffte, wie aus einem Bericht von TechCrunch hervorgeht. LAPD-Chefinformationsbeauftragter Dean Gialamas erklärte, die Abteilung habe „ernsthafte Bedenken hinsichtlich Fragen der bürgerlichen Freiheiten und Bürgerrechte, insbesondere in Bezug auf die Privatsphäre und die Daten, die von diesen Kameras gesammelt werden".

Was mit der Flock-Beziehung schiefgelaufen ist

Die Entscheidung der LAPD folgt auf eine Reihe dokumentierter Probleme mit der Kennzeichenlesetechnologie im Allgemeinen und Flocks System im Speziellen. Mehrere Fälle sind bekannt geworden, in denen Autofahrer aufgrund von Fehlalarmen durch Kennzeichenleser unter vorgehaltener Waffe angehalten oder inhaftiert wurden. Separaten Berichten zufolge nutzte die US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) ohne Einwilligung die Anmeldedaten eines lokalen Polizeibeamten, um über das System einwanderungsbezogene Überwachung durchzuführen. Zudem sollen Bundesbeamte für Einwanderungsfragen Flock-Kameras eingesetzt haben, um Personen auf eine Weise zu verfolgen, die gegen lokale Sanctuary-City-Gesetze verstieß.

Sicherheitslücken verschärften die Datenschutzbedenken: Einige exponierte Kamera-Feeds erlaubten öffentlichen Zugriff auf Live-Videos, und vielen Polizei-Logins für das Flock-System fehlte offenbar eine Multi-Faktor-Authentifizierung.

Kein vollständiges Verbot – eine Verhandlungsposition

Die LAPD hat eine erneute Zusammenarbeit mit Flock nicht ausgeschlossen. Gialamas deutete an, dass die Abteilung vor einer möglichen Vertragsverlängerung verbesserte vertragliche Regelungen zu Datenspeicherung, Datenschutz und Sicherheitsprotokollen wünsche. Er stellt das Auslaufen als Druckmittel in laufenden Verhandlungen dar, nicht als grundsätzlichen politischen Kurswechsel weg von der Kennzeichenlesetechnologie.

Teil eines breiteren Musters

Die LAPD ist die drittgrößte Polizeibehörde der USA und einer der bedeutendsten staatlichen Kunden von Flock. Daher sendet ihre Entscheidung, den Vertrag auslaufen zu lassen, ein wichtiges Signal im Markt für Überwachungstechnologie. Flock betreibt schätzungsweise 80.000 Kameras in den gesamten Vereinigten Staaten. Die LAPD reiht sich in eine wachsende Liste von Kommunen ein – darunter Mountain View in Kalifornien und South Portland in Maine – die Flock-Verträge bereits aus ähnlichen Bedenken hinsichtlich Bürgerrechten und Datenaustausch gekündigt haben.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter nationaler Debatten darüber, wie automatisierte Überwachungsnetzwerke Daten über Zuständigkeits- und Behördengrenzen hinweg teilen – insbesondere wenn Bundesbehörden auf lokale Polizeidaten für Zwecke wie die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen zugreifen, die außerhalb dessen liegen, was die lokalen Regierungen bei Vertragsabschluss autorisiert hatten.

Originally reported by TechCrunch. Read the original article for additional details.

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