Isar Aerospaces Spectrum wird Europas erste kommerziell gestartete Orbitalrakete

Isar Aerospaces Spectrum-Rakete hob am Samstagabend vom Andøya-Raumfahrtzentrum im Norden Norwegens ab und erreichte in knapp sieben Minuten den erdnahen Orbit — und machte das Münchner Startup damit zum ersten privaten Unternehmen in Europa, das erfolgreich eine vollständig kommerzielle Orbitalrakete gestartet hat.
Ein Meilenstein acht Jahre in der Entstehung
Die zweistufige, 28 Meter hohe Rakete hob am 6. September um 20:12 Uhr UTC ab und stieg in das arktische Zwielicht auf. Sieben Minuten nach dem Start befand sie sich im Orbit. Der Erfolg kam acht Jahre, nachdem Daniel Metzler, Josef Fleischmann und Markus Brandl Isar als Studenten der Technischen Universität München gegründet hatten.
«Heute hat Isar Aerospace den Weltraum vom europäischen Kontinent aus geöffnet», sagte Metzler. «Wir haben in wenigen Jahren erreicht, was die europäische Raumfahrtindustrie Jahrzehnte brauchte. Europa hat jetzt souveränen Zugang zum Weltraum.»
Warum das für den europäischen Startmarkt wichtig ist
Europas traditionelle Raketenträger — Arianespace mit Ariane 6 und Avio mit Vega-C — waren historisch auf staatliche Subventionen angewiesen. Isars Erfolg gibt europäischen Satellitenbetreibern eine echte Alternative zu US-Anbietern, während geopolitischer Druck die «Kaufe europäisch»-Agenda beschleunigt. Das Unternehmen hat rund eine Milliarde Dollar an privatem Kapital aufgenommen und beschäftigt 500 Mitarbeiter. Laut Ars Technica.
Ursprünglich berichtet von Ars Technica. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
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