Hacker drangen bis zu fünf Wochen in ein DHS-Netzwerk ein, das für die Sicherheitsplanung der WM genutzt wird – Senator fordert DOJ-Ermittlungen

Das Homeland Security Information Network des Department of Homeland Security – eine Plattform, die von föderalen, staatlichen, lokalen und autorisierten Partnern aus dem privaten Sektor genutzt wird, um sensible Geheimdiensterkenntnisse auszutauschen und Großveranstaltungen zu koordinieren – wurde Ende Mai und Anfang Juni 2026 für bis zu fünf Wochen gehackt, wie aus Berichten hervorgeht, die diese Woche erstmals veröffentlicht wurden. Senator Mark Warner, Vizepräsident des Geheimdienstausschusses des Senats, fordert nun eine gemeinsame Untersuchung durch das DHS und das Justizministerium (DOJ).
Was kompromittiert wurde
Berichten zufolge erlangten Hacker Zugang zu HSIN-Servern und einer SharePoint-basierten Kollaborationsumgebung, die von den föderalen, staatlichen und lokalen Partnern des Netzwerks genutzt wird. Das DHS hat den Vorfall bestätigt und erklärt, dass betroffene Systeme sofort nach der Entdeckung isoliert, Schwachstellen behoben und eine forensische Untersuchung eingeleitet wurden. Die Behörde gibt an, es gebe keine Hinweise darauf, dass klassifizierte Netzwerke betroffen seien, und HSIN bleibe betriebsbereit. Das genaue Ausmaß der abgerufenen Daten und die Identität der Eindringlinge wurden nicht öffentlich bekannt gegeben.
Warum HSIN wichtig ist
HSIN ist kein klassifiziertes System, fungiert jedoch als kritisches Verbindungsglied für die Koordinierung der Inneren Sicherheit – es wird genutzt, um Geheimdienstinformationen auszutauschen, Sicherheitsoperationen zu planen und die Reaktion auf Vorfälle über Tausende von bundesstaatlichen, landesweiten, lokalen, Stammes- und privaten Partnern hinweg zu steuern. Warner wies speziell darauf hin, dass HSIN für die Sicherheitsplanung rund um die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und die America250-Feierlichkeiten verwendet wird und dass es bei der Reaktion auf eine Zusammenstoß in der Luft im Januar 2025 eine Rolle spielte. Ein Eindringen in ein System, das so tief in die Sicherheitsplanung von Veranstaltungen eingebettet ist, hat weitreichendere Konsequenzen als ein typischer Vorfall mit Datenoffenlegung.
Nicht das erste Versäumnis
Dies ist nicht der erste Sicherheitsvorfall bei HSIN. Im Jahr 2023 wurden aufgrund einer Fehlkonfiguration auf der Plattform eingeschränkte DHS-Geheimdienstmaterialien für nicht autorisierte Nutzer sichtbar. Das erneute Auftreten von Sicherheitslücken im selben System – diesmal ein tatsächlicher Einbruch und keine Fehlkonfiguration – wird die Prüfung der Frage verschärfen, wie das DHS Zugangskontrollen und Überwachung auf der Plattform verwaltet.
Was Warner fordert
Warner hat das DHS und das DOJ aufgefordert, gemeinsam zu ermitteln, wer in das Netzwerk eingedrungen ist, auf welche spezifischen Informationen zugegriffen wurde, wie die Angreifer eindringen konnten und ob sich der Einbruch auf nachgelagerte Netzwerke der HSIN-Partnerorganisationen ausgeweitet hat. Er drängt auch auf eine detaillierte Unterrichtung des Kongresses über den Vorfall und einen konkreten Plan, um Wiederholungen zu verhindern, und erklärt, das DHS müsse “eine ernsthafte Selbstkritik üben und Rechenschaft darüber ablegen, wie dies geschehen konnte”, um das Vertrauen in die Plattform wiederherzustellen.
Das Timing-Problem
Der Zeitpunkt des Einbruchs – entdeckt nur wenige Monate vor der WM und den America250-Ereignissen, die HSIN sichern soll – setzt das DHS unter Druck, sowohl die unmittelbaren forensischen Fragen als auch das langfristige Vertrauensproblem vor Eintreffen dieser Ereignisse zu lösen. Ob der Einbruch einem staatlichen Akteur, einer kriminellen Gruppe oder etwas völlig anderem zugeschrieben wird, wird darüber entscheiden, wie ernst der Kongress dies als nationale Sicherheitsangelegenheit und nicht als routinemäßige Offenlegung eines Sicherheitsvorfalls behandelt. Wie PYMNTS unter Berufung auf die Originalberichterstattung von Reuters berichtet, hat das DHS das von Warner geforderte öffentliche Briefing noch nicht gegeben.
Originally reported by PYMNTS / Reuters. Read the original article for additional details.
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