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Google verlor vier Senior-KI-Forscher in sechs Tagen an Anthropic und OpenAI

TechCrunch
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Google verlor vier Senior-KI-Forscher in sechs Tagen an Anthropic und OpenAI

Google hat innerhalb von sechs Tagen vier seiner führenden KI-Forscher an Konkurrenten verloren – eine konzentrierte Abwanderung von Talenten, die eine neue Intensität im anhaltenden Wettstreit der Branche um KI-Expertise markiert, wie TechCrunch und Bloomberg berichten.

Der prominenteste Abgang ist John Jumper, ein Director bei Google DeepMind, der ankündigte, nach fast neun Jahren im Unternehmen zu Anthropic zu wechseln. Jumper gewann 2024 den Nobelpreis für Chemie gemeinsam mit DeepMind-CEO Demis Hassabis für ihre Arbeit an AlphaFold, dem KI-System, das 3D-Proteinstrukturen aus Aminosäuresequenzen vorhersagt. Seine am 19. Juni veröffentlichte Ankündigung bestätigte, dass er sich eine Auszeit nehmen werde, bevor er bei Anthropic anfängt.

Zwei weitere Gemini-Mitwirkende folgen

Bloomberg berichtete am 24. Juni, dass Jonas Adler und Alexander Pritzel – beide als wesentliche Mitwirkende an Googles Gemini-KI-Modell beschrieben – ebenfalls zu Anthropic wechseln. Adler arbeitete an Googles KI-Programmierung, dem gleichen Bereich, in dem Anthropics Claude Code erhebliche kommerzielle Erfolge erzielt hat. Pritzel war am Pretraining beteiligt, der grundlegenden Phase, in der Modelle aus großen Datenmengen lernen. Keiner der Abgänge wurde von Google öffentlich bestätigt.

Shazeer geht zu OpenAI

Der parallele Abgang von Noam Shazeer fügt eine weitere Dimension hinzu. Shazeer, der seit 2000 den Großteil seiner Karriere bei Google verbracht hat (mit Ausnahme von drei Jahren, in denen er Character.AI aufbaute, das Google für 2,7 Milliarden Dollar erwarb – teilweise um ihn zurückzuholen), gab bekannt, dass er zu OpenAI geht, das kurz vor dem Börsengang steht. Sein Verlust ist besonders schwerwiegend: Shazeer leitete die Entwicklung von Googles Gemini-Modell gemeinsam und gilt weithin als einer der einflussreichsten Forscher im Bereich der Transformer-Architektur.

Warum das jetzt passiert

Der Zeitpunkt deckt sich mit einer gut dokumentierten IPO-Prämie. Während Anthropic und OpenAI sich auf den Börsengang vorbereiten, können beide Unternehmen mit Aktienpaketen anwerben, die eine klare, kurzfristige Liquidität bieten. Für Forscher, die vor Jahren zu Google kamen und deren Aktien größtenteils unverfallbar geworden sind, hat sich die Rechnung geändert. Anthropic ist besonders aggressiv vorgegangen – das Unternehmen steuert auf einen operativen Gewinn von 559 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2026 zu, und seine Mittelbeschaffung hat ihm das Kapital gegeben, um bei der Vergütung zu konkurrieren.

Es gibt auch einen strukturellen Faktor. Bloomberg berichtete, dass GPU-Ressourcen bei Google kürzlich von aktiven Forschungsprojekten zu einem Team in London umverteilt wurden, was bei Forschern für Unmut sorgte, die ihre Arbeit plötzlich herabgestuft sahen. Für Forscher, die bereits Angebote abwägen, kann diese Art von organisatorischer Störung die Entscheidung kippen.

Googles Position

Google hat sich zu den Abgängen nicht geäußert. Das Unternehmen verfügt weiterhin über eine enorme Forschungsbasis und veröffentlicht weiterhin Spitzenmodelle – Gemini 3.5 Pro, obwohl von Juni auf Juli verschoben, bleibt ein führender Benchmark-Performer. Aber der Verlust von vier sichtbaren leitenden Forschern in kurzer Folge ist ein Reputationsschaden, der über die betroffenen Einzelpersonen hinausgeht. Es signalisiert, ob zutreffend oder nicht, dass Google nicht länger die Standarddestination für Top-KI-Talente ist.

Originally reported by TechCrunch. Read the original article for additional details.

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