Google verpflichtet sich zu 13 Milliarden Euro für KI in Finnland und unterzeichnet 22-jährigen Atomstromdeal

Google kündigte am 9. September Pläne an, mindestens 13 Milliarden Euro (15,1 Milliarden Dollar) in KI-Infrastruktur in Finnland zu investieren — die größte Europa-Investition in der Geschichte des Unternehmens. Das Kapital wird 2027 und 2028 eingesetzt und finanziert Rechenzentren und unterstützende Infrastruktur an vier Standorten: Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala.
Das Unternehmen unterzeichnete ein Stromabnahmeabkommen mit 22-jähriger Laufzeitverlängerung mit dem finnischen Energieunternehmen Fortum für das Kernkraftwerk Loviisa, das derzeit rund 10% des finnischen Stroms liefert. Ohne das Abkommen hätte Loviisa nach 2030 nicht weiter betrieben werden können. Es ist Googles erstes Kernenergieabkommen außerhalb der USA.
Warum ein Hyperscaler ein Kernkraftwerk stützt
Das Abkommen wird helfen, 1 Milliarde Euro an Investitionen freizusetzen, die nötig sind, um Loviisa jahrzehntelang am Laufen zu halten. Google tauscht im Wesentlichen eine langfristige vertragliche Nachfrageverpflichtung gegen garantierte Grundlaststrom — eine Struktur, die zunehmend üblich wird, da die Stromnachfrage von KI-Rechenzentren das übersteigt, was intermittierende erneuerbare Kapazität allein zuverlässig liefern kann.
Wirtschaftliche Auswirkungen und lokaler Widerstand
Während der Bauphase wird erwartet, dass Googles Investition durchschnittlich 3,6 Milliarden Euro jährlich zum finnischen BIP beiträgt und mehr als 37.000 Arbeitsplätze unterstützt. Nicht alle feiern. Oppositionsfiguren in Finnland haben gewarnt, dass die Verpflichtung eines erheblichen Anteils der nationalen Grundlast-Kernkraftkapazität an ein einzelnes ausländisches Technologieunternehmen für mehr als zwei Jahrzehnte die inländische Stromversorgung belasten könnte.
Quelle: Bloomberg
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