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Google entgeht der Ad-Tech-Aufspaltung, muss aber sechs Jahre lang gerichtlich angeordnete Änderungen umsetzen

Courthouse News Service
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Google entgeht der Ad-Tech-Aufspaltung, muss aber sechs Jahre lang gerichtlich angeordnete Änderungen umsetzen

Ein Bundesrichter ordnete an, dass Google seine Anzeigenbörse für konkurrierende Anzeigenserver öffnen und sich sechs Jahre lang gerichtlicher Überwachung unterwerfen muss — die vom Justizministerium geforderte Zwangsaufspaltung blieb aus. Bezirksrichterin Leonie Brinkema vom östlichen Bezirk Virginias veröffentlichte am Mittwoch ihre 106-seitige Entscheidung über Abhilfemaßnahmen.

Was das Urteil tatsächlich verlangt

Brinkema stellte 2025 fest, dass Google zentrale Ad-Tech-Märkte illegal monopolisiert hatte, indem es seine eigene Börse AdX auf eine Weise bevorzugte, die Konkurrenten ausschloss. Als Abhilfe ordnete sie an, dass Google AdX mit konkurrierenden Publisher-Anzeigenservern integriert, Echtzeit-Gebotsdaten mit Rivalen teilt und diskriminierende Gebotspraktiken einstellt. Das Unternehmen muss zudem einen internen Monitor und ein technisches Komitee zur Überwachung der Einhaltung akzeptieren, mit weltweiter statt nur US-amerikanischer Reichweite.

Die Abhilfemaßnahmen laufen sechs Jahre, wobei das Gericht die Befugnis behält, diesen Zeitraum zu verlängern, falls die Einhaltung nicht als zufriedenstellend beurteilt wird. Diese Dauer entspricht dem, was Google selbst vorschlug, nicht dem längeren Aufsichtszeitraum, den das Justizministerium gefordert hatte.

Warum die Richterin eine Aufspaltung ablehnte

Die bevorzugte Abhilfemaßnahme des Justizministeriums war strukturell: Google zur vollständigen Veräußerung von AdX zu zwingen und die Auktionslogik hinter DoubleClick for Publishers als Open Source freizugeben. Brinkema lehnte diesen Ansatz sowohl als unrealistisch in der Umsetzung als auch als unnötig zur Wiederherstellung des Wettbewerbs ab.

Warum sich dieser Fall vom Suchmaschinenfall unterscheidet

Diese Entscheidung reiht sich neben Googles separaten Suchmonopol-Fall ein, wo Gerichte ähnlich die aggressivsten Veräußerungsmaßnahmen vermieden, die Regulierungsbehörden forderten. Dieses Muster deutet darauf hin, dass sich US-Kartellgerichte auf verhaltensbezogene Abhilfemaßnahmen als bevorzugtes Instrument gegen dominante Tech-Plattformen zubewegen.

Was sich für die Werbebranche ändert

Für Publisher und Ad-Tech-Konkurrenten ist der praktische Effekt real, aber begrenzter als eine Aufspaltung gewesen wäre: Konkurrierende Anzeigenserver erhalten die Fähigkeit, um dieselben Echtzeit-Gebotsanfragen zu konkurrieren, die AdX derzeit größtenteils zu eigenen Bedingungen abwickelt.

Ursprünglich berichtet von Courthouse News Service. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.

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