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FTC-Einigung soll Kochava den Verkauf präziser Standortdaten ohne ausdrückliche Einwilligung verbieten

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FTC-Einigung soll Kochava den Verkauf präziser Standortdaten ohne ausdrückliche Einwilligung verbieten

Die US-Handelsaufsicht FTC hat eine vorgeschlagene Einigung mit Kochava und der Tochter Collective Data Solutions bekannt gegeben. Danach dürften die Unternehmen präzise Standortdaten von Amerikanern nicht mehr verkaufen oder lizenzieren, sofern keine ausdrückliche Einwilligung der Verbraucher vorliegt. Das Verfahren läuft seit 2022 und gilt als wichtiger Präzedenzfall für den Umgang mit dem Markt der data brokers.

Nach den ursprünglichen Vorwürfen vermarktete Kochava Geolokalisierungsdaten aus Hunderten Millionen Mobilgeräten. Solche Daten konnten Besuche an hochsensiblen Orten offenlegen, darunter Kliniken für reproduktive Gesundheit, Einrichtungen zur Suchtbehandlung, Gotteshäuser und Schutzunterkünfte. Für die FTC liegt das Risiko darin, dass sich intime Lebensumstände auch ohne direkte Namensnennung aus präzisen Bewegungsprofilen ableiten lassen.

Die vorgeschlagene Anordnung verlangt außerdem ein Programm für sensible Standortdaten, eine Prüfung der Datenlieferanten auf gültige Einwilligung, Mechanismen für Auskunft und Widerruf, Meldungen an die FTC bei Missbrauch durch Dritte sowie klare Aufbewahrungs- und Löschfristen. Damit wird deutlich, dass sensitive location data nicht nur vertraglich, sondern operativ kontrolliert werden soll.

Die Bedeutung reicht weit über Kochava hinaus. Wenn das Gericht zustimmt, setzt die FTC ein starkes Signal an die gesamte Branche: Hochpräzise location data, insbesondere mit Bezug zu sensiblen Orten, wird nicht länger als gewöhnlicher Rohstoff des Ad-Tech-Markts behandelt, sondern als Datenschutzrisiko mit spürbaren rechtlichen und Reputationsfolgen.

Originally reported by BleepingComputer. Read the original article for additional details.

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