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Ferrari tritt mit dem Luce in die EV-Ära ein – eine viertürige Limousine, entworfen von Apples Jony Ive

Ars Technica
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Ferrari tritt mit dem Luce in die EV-Ära ein – eine viertürige Limousine, entworfen von Apples Jony Ive

Ferrari ist offiziell in das elektrische Zeitalter eingetreten. Am 26. Mai 2026 enthüllte die italienische Marke den Luce, ihr erstes reines Batterie-elektrisches Fahrzeug (BEV) – und brach dabei mit nahezu allen Konventionen, die sie fast acht Jahrzehnte lang als unantastbar angesehen hatte. Der Luce ist nicht nur Ferraris erstes BEV; er ist auch die erste viertürige Limousine und das erste Fünfsitzer-Auto des Unternehmens, ein Fahrzeug, das vor nur wenigen Jahren aus Maranello undenkbar gewesen wäre.

Entworfen von den Köpfen hinter dem iPhone

Der Luce wurde von LoveFrom konzipiert, dem Designstudio, das von Jony Ive und Marc Newson gegründet wurde – dem Duo, das über zwei Jahrzehnte für einen Großteil der visuellen Identität von Apple verantwortlich war. Das Ergebnis ist ein Auto, das bereits die Meinungen spaltet. Die Außengestaltung orientiert sich an den runden Rückleuchten der Ferrari-Modelle der 90er Jahre wie dem 360 und dem 550 und greift die futuristischen Linien des Lotus-Etna-Konzepts auf, doch Kritiker bemerken, dass die Gesamtsilhouette polarisiert. Der Innenraum hingegen ist eine ganz andere Sache: Ars Technica beschreibt ihn als möglicherweise den besten Innenraum aller Autos im Jahr 2026. Ein Armaturenbrett, das aus einem einzigen Stück gebürsteten Aluminiums gefräst wurde, erstreckt sich über den Fahrgastraum, während ein schwenkbar montierter Infotainment-Bildschirm dem Cockpit eine skulpturale, fast architektonische Qualität verleiht.

Technische Strenge unter der Haut

Die Ingenieure von Ferrari haben die Aerodynamik des Luce nicht als nebensächlich behandelt. Das Entwicklungsprogramm umfasste 6.000 CFD-Simulationen und mehr als 300 Stunden Windkanaltests – Zahlen, die die Formel-1-DNA der Marke widerspiegeln, angewendet auf ein Straßenauto mit realistischen Effizienzzielen. Die Räder werden aus einzelnen Aluminiumstücken gefräst und fungieren als Aerodiscs, die den Luftwiderstand verringern und gleichzeitig Ferraris Beharren auf visueller Dramatik aufrechterhalten.

Reichweite und Effizienz

Ferrari strebt eine Reichweite von 530 km (330 Meilen) WLTP im Effizienzmodus an – eine Zahl, die mit Premium-Konkurrenten wie dem Porsche Taycan und dem kommenden Lamborghini EV konkurrieren kann. Dieses Ziel würde den Luce, wenn es erreicht wird, fest für Langstrecken-Grand-Touren positionieren, den Nutzungsfall, den Ferraris Kundschaft vermutlich am meisten schätzt.

Warum jetzt und warum elektrisch?

Die ehrliche Antwort ist die Regulierung. Ferrari hat öffentlich eingeräumt, dass die Emissionsanforderungen in China und Kalifornien – zwei der wichtigsten Luxusautomärkte der Welt – ein vollständiges BEV strategisch notwendig gemacht haben. Doch das Unternehmen scheint diese Einschränkung als kreativen Treibstoff genutzt zu haben. Anstatt ein widerwilliges Compliance-Auto zu produzieren, übergab Ferrari das Briefing an zwei der berühmtesten Produktdesigner der Gegenwart und gab seinen Ingenieuren ein offenes Mandat für die Aerodynamik.

Der Schritt bringt Ferrari in eine Gruppe, die nun Porsche (Taycan), Aston Martin (mit seinem kommenden elektrischen GT) und Lamborghini (das sich bis zum Ende des Jahrzehnts zu einem BEV verpflichtet hat) umfasst. Das Luxus-Performance-Segment elektrifiziert sich schneller, als Mainstream-Beobachter erwartet haben, und der Luce signalisiert, dass sich selbst die traditionsverbundensten Namen im Motorsport anpassen.

Ob die Außengestaltung des Luce die Ferrari-Puristen überzeugen wird, bleibt abzuwarten. Aber als Absichtserklärung – und als Demonstration, dass ein EV-Innenraum mit den besten jemals gebauten analogen Kabinen mithalten kann – markiert er einen echten Wendepunkt für eine der legendärsten Marken in der Automobilgeschichte.

Originally reported by Ars Technica. Read the original article for additional details.

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