FCC verbietet neue chinesische humanoide Roboter nach bestätigten Backdoors in Universitätslaboren

Die Federal Communications Commission hat die Markteinführung neuer chinesischer humanoider und vierbeiniger Roboter in den USA blockiert und sie auf die Covered List der Behörde gesetzt. Die am 28. Juli bekannt gegebene Regelung betrifft auch angeschlossene Stromrichter, die in erneuerbaren Energiesystemen, Batteriespeichern und Rechenzentren eingesetzt werden.
Der Schritt erfolgt nach der Entdeckung einer kritischen ungepatchten Schwachstelle in der Unitree-Hardware, die auf amerikanischen Universitätsgeländen installiert ist. Die Sicherheitslücke mit dem Namen UniPwn ist ein Bluetooth-Low-Energy-Exploit, der Root-Zugriff auf die vierbeinigen Roboter Go2 und B2 sowie die humanoiden Roboter G1 und H1 von Unitree gewährt – und sie ist wormable, d. h., ein infizierter Roboter kann nach nahegelegenen Unitree-Einheiten scannen und diese automatisch kompromittieren. Es wurde kein Firmware-Patch veröffentlicht.
Bereits betroffene Universitätsinstallationen
Die FCC nannte dokumentierte Hintertüren in Unitree-Hardware am MIT, in Princeton und an der Carnegie Mellon University. FCC-Vorsitzender Brendan Carr erklärte, die FCC werde weiterhin die kritischen Lieferketten Amerikas unter der Führung von Präsident Trump sichern.
Das Ausmaß der chinesischen Dominanz
Chinesische Unternehmen liefern derzeit etwa 87 % der weltweiten humanoiden Robotereinheiten aus, wobei sechs der zehn größten Hersteller in China ansässig sind. Agibot führt mit 5.168 ausgelieferten Einheiten, gefolgt von Unitree mit 4.200 und UBTech mit 1.000. Das Verbot gilt nur für neue Gerätemodelle. Die Bundesregierung ist ausdrücklich ausgenommen.
Stromrichter ebenfalls betroffen
Die FCC wies darauf hin, dass die Fernkonnektivität von Stromrichtern Angriffsflächen schafft, die es ausländischen Betreibern ermöglichen könnten, Geräte auszuschalten oder Daten aus der Infrastruktur für erneuerbare Energien stillschweigend zu sammeln und zu exfiltrieren.
Ein Schub für die US-Robotik
Die Entscheidung verschafft rund 180 US-amerikanischen Robotik-Startups mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von etwa 150 Milliarden US-Dollar einen strukturellen Vorteil. Hersteller, die eine Ausnahmegenehmigung anstreben, können beim Kriegsministerium oder beim Ministerium für Innere Sicherheit eine Conditional Approval beantragen.
Originally reported by Forbes. Read the original article for additional details.
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