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Die EU-Kommission stellt fest, dass das süchtig machende Design von Instagram und Facebook gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt

CNBC
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Die EU-Kommission stellt fest, dass das süchtig machende Design von Instagram und Facebook gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt

Die Europäische Kommission gab am 9. Juli 2026 vorläufige Feststellungen bekannt, wonach die Instagram- und Facebook-Apps von Meta gegen den Digital Services Act verstoßen, und zwar durch ein von den Regulierungsbehörden als absichtlich süchtig machend beschriebenes Design. Die Feststellung ist das Ergebnis einer zweijährigen Untersuchung, die im Mai 2024 eingeleitet wurde, und richtet sich direkt gegen drei spezifische Funktionen: unendliches Scrollen, automatische Videowiedergabe und personalisierte algorithmische Empfehlungen.

Nach Angaben der Kommission versetzen diese Funktionen die Nutzer in Zustände zwanghaften Engagements, deren Risiken für das körperliche und geistige Wohlbefinden, insbesondere bei Minderjährigen und gefährdeten Erwachsenen, von Meta nicht angemessen bewertet wurden. Push-Benachrichtigungen wurden ebenfalls als Beitrag zu dem von der Untersuchung geprüften Muster der zwanghaften Nutzung genannt.

Warum Metas bestehende Schutzmaßnahmen nicht ausreichten

Meta verwies auf seine Funktion Teen Accounts, die 2024 eingeführt wurde, als Beleg dafür, dass es die Bedenken, die zu der Untersuchung führten, bereits ausgeräumt habe. Das Unternehmen erklärte, Teen Accounts schütze Jugendliche automatisch und gebe Eltern die Kontrolle, einschließlich der Möglichkeit, den Instagram-Zugang nachts zu sperren und die tägliche Bildschirmzeit auf 15 Minuten zu begrenzen.

Die Kommission ließ sich nicht überzeugen. Die Ermittler fanden heraus, dass die in die Apps integrierten Erinnerungen zur Zeitverwaltung mit einem einzigen Tippen abgewiesen werden können und dass die elterlichen Kontrollinstrumente ein Maß an technischer Versiertheit und Zeitaufwand der Eltern erfordern, das ihre tatsächliche Wirksamkeit untergräbt. In regulatorischer Hinsicht existieren die bestehenden Abhilfemaßnahmen auf dem Papier, reduzieren aber funktional nicht die zwanghaften Nutzungsmuster, die der DSA von den Plattformen zu adressieren verlangt.

Was als Nächstes passiert

Diese Feststellungen sind vorläufig, nicht endgültig. Meta hat nun die Gelegenheit, die Beweise der Kommission zu prüfen und eine schriftliche Verteidigung vorzulegen, und der Europäische Rat für digitale Dienste wird vor jeder endgültigen Entscheidung konsultiert. Sollten die vorläufigen Feststellungen bestätigt werden, drohen Meta Geldbußen von bis zu 6 % seines gesamten weltweiten Jahresumsatzes – eine Schwelle, die basierend auf den Einnahmen des letzten Jahres 12 Milliarden Dollar übersteigen könnte.

Metas offizielle Antwort war deutlich: Wir sind mit diesen vorläufigen Feststellungen nicht einverstanden, sagte das Unternehmen, während es gleichzeitig die Einführung von Teen Accounts als Beleg für die bereits laufenden Compliance-Bemühungen in gutem Glauben bekräftigte.

Das größere Muster bei der Durchsetzung von EU-Plattformregulierung

Dieser Fall fügt sich in einen breiteren Trend der EU ein, den DSA – der 2024 in vollem Umfang in Kraft trat – zu nutzen, um die zugrunde liegenden Mechanismen engagement-optimierter Plattformen zu bekämpfen, anstatt nur einzelne schädliche Inhalte. Während sich frühere Technologieregulierung darauf konzentrierte, was in einem Feed erscheint, konzentriert sich diese Untersuchung darauf, wie der Feed selbst aufgebaut ist, um Menschen am Scrollen zu halten – eine Unterscheidung, die, wenn sie bestätigt wird, produktspezifische Neugestaltungen auf jeder Plattform erzwingen könnte, die ähnliche Autoplay- und Infinite-Scroll-Mechaniken verwendet – nicht nur bei Meta.

Die Höhe der möglichen Geldstrafe, kombiniert mit der Anforderung, Kernproduktmechaniken funktional neu zu gestalten, anstatt einfach eine Strafe zu zahlen und unverändert weiterzuarbeiten, macht dies zu einer der folgenreichsten DSA-Durchsetzungsmaßnahmen bisher. Wie von CNBC und CNN berichtet, mit zusätzlichen Details von Deseret News und der Europäischen Kommission.

Originally reported by CNBC. Read the original article for additional details.

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