Databricks schließt 5-Milliarden-Dollar-Runde bei einer Bewertung von 190 Milliarden Dollar ab, während die AI-Agent-Umsätze sprunghaft steigen

Databricks hat eine Finanzierungsrunde über 5 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 190 Milliarden Dollar abgeschlossen — ein deutlicher Anstieg gegenüber den 134 Milliarden Dollar vor nur sechs Monaten. Dieser Sprung von 42 % spiegelt die zunehmende Unternehmensnachfrage nach Infrastruktur für AI Agent wider.
Die Runde wurde von Coatue Management angeführt, mit Beteiligung von Blackstone, MGX, T. Rowe Price und Sixth Street Growth als neuen Investoren sowie bestehenden Geldgebern wie Andreessen Horowitz, Dragoneer, Goldman Sachs Alternatives und Thrive Capital. Das Unternehmen gab an, die Erlöse in drei Produkte zu lenken, die den Kern seiner AI-Agent-Strategie bilden.
Drei Produkte, eine Wette auf AI Agent
Databricks positioniert sich klar auf der Infrastrukturebene, die Unternehmen benötigen, um AI Agent in großem Maßstab einzusetzen. Die drei Produkte, die die nächste Wachstumsphase antreiben, sind:
- Lakebase — eine Datenbank, die speziell für AI Agent entwickelt wurde und bereits 100 Millionen Dollar an annualisierten Umsätzen überschritten hat
- Genie — ein KI-Assistent, der Erkenntnisse aus den unternehmenseigenen Geschäftsdaten zieht
- Unity AI Gateway — eine Plattform zur Verwaltung eingesetzter Modelle und zur Kontrolle der Inferenzkosten im gesamten Unternehmen
CEO Ali Ghodsi brachte die Unternehmensthese klar auf den Punkt: Unternehmen wollen keine KI, die nur redet — sie wollen Agent, die über ihre gesamten Geschäftsprozesse hinweg handeln und dabei die Rechenkosten im Griff behalten. Diese Positionierung unterscheidet Databricks von reinen Modellanbietern und macht das Unternehmen zum operativen Rückgrat, das KI-Modelle mit Unternehmensdaten verbindet.
Umsatzkennzahlen stützen die Geschichte
Die Finanzierungsrunde wird von ungewöhnlich starken Finanzzahlen begleitet. Databricks gab bekannt, im zweiten Quartal eine annualisierte Umsatzlaufrate von 7 Milliarden Dollar überschritten zu haben — mit einem Wachstum von mehr als 80 % im Jahresvergleich. Das Unternehmen hat mehr als 1.000 Kunden, die jährlich mindestens eine Million Dollar ausgeben, davon haben mehr als 100 die Zehn-Millionen-Schwelle überschritten. Das Kernprodukt Lakehouse für Data-Warehousing generiert inzwischen über 1,5 Milliarden Dollar an annualisierten Umsätzen, selbst mit einem Wachstum von über 100 % im Jahresvergleich. Das Unternehmen hat auf bereinigter Basis in den vergangenen zwölf Monaten durchgehend einen positiven Cashflow erzielt.
Diese Zahlen sind bemerkenswert für ein Unternehmen in diesem Stadium: Die meisten Softwareunternehmen, die bei neunstelligen Bewertungen Kapital aufnehmen, schreiben noch Verluste im großen Maßstab. Databricks ist es gelungen, die Umsätze aggressiv zu steigern und dabei die Profitabilitätsdisziplin zu wahren — was zum Teil erklärt, warum Investoren zu einem deutlich höheren Preis weiteres Kapital bereitgestellt haben.
Der Kontext: KI-Infrastruktur wird teurer
Die Runde fällt in einen Moment, in dem Unternehmen mit den vollen Kosten des KI-Einsatzes im Produktionsbetrieb konfrontiert werden. Token-Kosten aus den API frontier-Modellen, der Verwaltungsaufwand für Daten und die Komplexität des parallelen Betriebs mehrerer Modelle haben Unternehmen dazu gebracht, ernsthaft nach Plattformen zu suchen, die diese Komplexität zentral managen können. Databricks setzt darauf, dass Unity AI Gateway zur Steuerungsebene für diese Entscheidungen wird — und dass Lakebase die Speicherschicht wird, auf die AI Agent angewiesen sind, um ihren Zustand zu speichern und abzurufen.
Die Bewertung von 190 Milliarden Dollar reiht Databricks unter die wertvollsten privaten Technologieunternehmen der Welt ein, Seite an Seite mit den größten KI-Plattform-Investments. Ob in naher Zukunft ein IPO folgt, bleibt eine offene Frage — doch die Umsatzentwicklung und die Cashflow-Disziplin des Unternehmens verschaffen ihm eine starke Position, den richtigen Zeitpunkt selbst zu wählen, wie CNBC als erstes berichtete.
Ursprünglich berichtet von CNBC. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
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