Cisco Nexus 9000-Switches von kritischer Root-RCE-Schwachstelle ohne Authentifizierung betroffen, CVSS 9,8

Cisco hat am 2. September 2026 eine kritische Schwachstelle offengelegt, die 10 Silicon-One-basierte Switches der Nexus-9000-Serie betrifft und es nicht authentifizierten Remote-Angreifern ermöglicht, beliebigen Code mit Root-Rechten auszuführen. Die als CVE-2026-20212 erfasste Schwachstelle erhält einen CVSS-Wert von 9,8 von 10 — die maximale Schwere, die Cisco remote ausnutzbaren Problemen zuweist, wie The Hacker News zuerst berichtete.
Wie die Schwachstelle funktioniert
Die Schwachstelle resultiert aus einem Dienst, der an eine uneingeschränkte IP-Adresse gebunden ist, wodurch die TCP-Ports 43210 und 43211 innerhalb der Standard-Layer-3-VRF-Instanz erreichbar bleiben. Jeder Angreifer, der einen Switch über einen dieser Ports erreichen kann, kann sich direkt mit dem exponierten Dienst verbinden. Speziell gestaltete Eingaben, die an diesen Dienst gesendet werden, werden dann als Code mit Root-Rechten ausgeführt — ohne dass Authentifizierung oder vorheriger Zugriff erforderlich ist.
Warum dies für KI-Infrastruktur wichtig ist
Nexus 9000 Silicon One-Switches bilden das Rückgrat vieler moderner Rechenzentrums-Fabrics, einschließlich Netzwerken, die groß angelegte KI-Trainings- und Inferenz-Cluster unterstützen. Cisco erklärte, bis zum Zeitpunkt der Offenlegung keine Kenntnis von böswilliger Ausnutzung zu haben.
Patch-Status und Gegenmaßnahmen
Cisco hat noch keine vollständige Tabelle der behobenen Versionen veröffentlicht. Das Unternehmen empfiehlt Kunden, das Software-Checker-Tool zu nutzen und zwei vorläufige Gegenmaßnahmen anzuwenden: Bereitstellung einer Infrastruktur-Zugriffskontrollliste (iACL) zur Blockierung der beiden exponierten Ports und Aktivierung des temporären «Live Protect«-Schutzschilds von Cisco.
Ursprünglich berichtet von The Hacker News. Lesen Sie den Originalartikel für weitere Details.
Originalquelle ansehen