Circle erhält die Treuhandbank-Charter der OCC um USDC-Reserven unter bundesstaatlicher Aufsicht zu halten

Circle erhielt am Freitag, den 10. Juli 2026, die endgültige Genehmigung des US-amerikanischen Amtes des Währungskommissars (OCC) zur Gründung von Circle National Trust — einer bundesweit beaufsichtigten Institution, die die Reserven verwalten wird, die USDC, den zweitgrößten Stablecoin mit mehr als 73 Milliarden Dollar im Umlauf, decken. Die Aktien von Circle stiegen aufgrund dieser Nachricht um fast 5%.
Die Genehmigung ist der Höhepunkt von mehr als einem Jahr regulatorischer Arbeit. Circle reichte seinen ersten Antrag beim OCC im Juni 2025 ein, erhielt eine bedingte Genehmigung im Dezember 2025 und bekam diese Woche endgültiges grünes Licht. Das Unternehmen wird unter direkter Bundesaufsicht operieren — eine Premiere für einen reinen Stablecoin-Emittenten in den Vereinigten Staaten.
Was sich ändert — und was nicht
Circle National Trust wird nicht als Geschäftsbank fungieren. Es kann keine Kundeneinlagen annehmen, Kredite vergeben oder neue USDC-Token ausgeben. Sein Mandat ist enger gefasst: die Kassenbestände und kurzfristigen Schatzanleihen, die das im Umlauf befindliche USDC stützen, unter der Aufsicht des OCC zu halten und zu verwalten, anstatt über externe Bankverwahrer.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Zuvor verließ sich Circle auf Banken wie BNY Mellon und von BlackRock verwaltete Fonds, um seine Reserven zu verwahren — eine Regelung, die sowohl Kontrahentenrisiken als auch Compliance-Komplexität mit sich brachte. Mit einer Bundesurkunde bringt Circle diese Vermögenswerte intern unter einen regulatorischen Rahmen, der direkt vom OCC geprüft wird.
Ein Rennen um bundesstaatliche Legitimität in Krypto
Circle ist nicht allein bei der Suche nach einem bundesstaatlichen Bankstatus. Crypto.com erhielt im Februar 2026 eine OCC-Lizenz als bundesregulierter Krypto-Verwahrer. Bedingte Genehmigungen vom Dezember 2025 betreffen BitGo, Ripple, Paxos und Fidelity Digital Assets – BitGo wurde inzwischen auf einen unbedingten Status hochgestuft. Auch die Muttergesellschaft von Kraken steht in der Warteschlange.
Die Welle von Anträgen spiegelt eine breitere industrielle Kalkulation wider: Bundesurkunden signalisieren institutionelle Glaubwürdigkeit und öffnen Türen für Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Staatsfonds, die daran gehindert sind, mit unregulierten Verwahrern zu verkehren. Sie positioniert diese Firmen auch vor einer möglichen Stablecoin-Gesetzgebung im Kongress, wo kürzlich der GENIUS Act verabschiedet wurde – ein Rahmenwerk, das Stablecoin-Emittenten oberhalb einer bestimmten Größe dazu verpflichten würde, unter Bundesaufsicht zu operieren.
In welche Bereiche Circle expandieren kann
Über die Reserveverwaltung hinaus ist es Circle National Trust gestattet, treuhänderische Verwahrungsdienste für digitale Vermögenswerte für institutionelle Kunden anzubieten – zunächst Banken und regulierte Finanzunternehmen, mit potenzieller breiterer Expansion. Das bringt Circle in direkten Wettbewerb mit traditionellen Verwahrern im Bereich digitaler Vermögenswerte. Wie von CoinDesk berichtet und von Bloomberg und CNBC bestätigt.
Originally reported by CoinDesk. Read the original article for additional details.
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