Blue Origin sammelt 10 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 130 Milliarden Dollar in der ersten externen Finanzierungsrunde ein

Blue Origin hat seine erste externe Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei 10 Milliarden Dollar bei einer Pre-money-Bewertung von 130 Milliarden Dollar eingesammelt – ein Meilenstein für das Unternehmen, das Bezos seit seiner Gründung im Jahr 2000 selbst finanziert hat. Coatue Asset Management führt die Runde mit rund 4 Milliarden Dollar an, während Bezos selbst zusätzliche 2 Milliarden Dollar beisteuert, zusammen mit einer Gruppe nicht genannter Großinvestoren, wie TechCrunch zuerst berichtete.
Der Zeitpunkt ist bedeutsam. Blue Origins Flaggschiff-Rakete New Glenn explodierte Ende Mai während eines Tests, kurz vor ihrem geplanten vierten Start, und das Unternehmen hat die Grundursache noch nicht ermittelt. Die Startrampe auf Cape Canaveral muss wieder aufgebaut werden, bevor die New Glenn wieder fliegen kann, und der Vorfall – zusammen mit der zeitlichen Unsicherheit – hat die Wettbewerbsposition des Unternehmens im kommerziellen Startgeschäft belastet.
Trotz dieses Rückschlags setzen Investoren auf das langfristige Spiel. Die Finanzierungsrunde gibt Blue Origin einen Kriegsschatz, um vier Kernprioritäten zu verfolgen: die Wiederherstellung des Betriebsstatus der New Glenn, die Unterstützung des NASA-Programms Artemis für Mondmissionen, den Aufbau weltraumgestützter Rechenzentren und den Ausbau des Satelliteninternetnetzwerks Terawave.
Die externe Kapitalbeschaffung bringt auch einen unvermeidlichen Vergleich mit sich. SpaceX, Blue Origins Hauptkonkurrent, ging letzten Monat mit einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an die Börse, nachdem es bei seinem IPO mehr als 85 Milliarden Dollar eingenommen hatte – was die Kluft zwischen den beiden Unternehmen unmöglich zu ignorieren macht. Mit 130 Milliarden Dollar wird Blue Origin auf etwa ein Dreizehntel von SpaceX bewertet.
Trotzdem verschaffen frische 10 Milliarden Dollar Blue Origin die nötige Startbahn, um die New Glenn zu stabilisieren, Regierungsaufträge zu verfolgen und eine kommerzielle Startfrequenz aufzubauen, die diese Lücke letztlich schließen könnte. Ob die Investoren in dieser Runde diesen Optimismus teilen, wird ganz davon abhängen, was die Nachlese der Explosion im Mai ergibt.
Originally reported by TechCrunch. Read the original article for additional details.
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