AIO APEX

Anthropic sammelt 65 Milliarden Dollar ein – Bewertung bei 965 Milliarden, überholt OpenAI als wertvollstes AI-Startup

Anthropic
Teilen:
Anthropic sammelt 65 Milliarden Dollar ein – Bewertung bei 965 Milliarden, überholt OpenAI als wertvollstes AI-Startup

Anthropic hat eine Series-H-Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar abgeschlossen und damit seine Post-Money-Bewertung auf 965 Milliarden Dollar gehoben. Damit ist das Unternehmen jetzt das wertvollste private AI-Unternehmen der Welt – und überholt OpenAI, das zuletzt im März 2026 mit 852 Milliarden Dollar bewertet wurde.

Angeführt wurde die Runde von Altimeter Capital, Dragoneer, Greenoaks und Sequoia Capital, mit Co-Leads von Capital Group, Coatue, D1 Capital Partners, GIC, ICONIQ und XN. Die Investorenliste liest sich wie ein Who’s who des globalen institutionellen Kapitals: Blackstone, Brookfield, Fidelity, General Catalyst, Lightspeed, T. Rowe Price, Temasek und Singapurs Staatsfonds, um nur einige zu nennen. Die Runde umfasst auch 15 Milliarden Dollar an bereits zugesagten Investitionen von Hyperscalern, darunter 5 Milliarden Dollar von Amazon.

Umsatzwachstum treibt die Bewertung

Die Zahlen hinter der Finanzierung sind beeindruckend. Der annualisierte Run-Rate-Umsatz von Anthropic hat Anfang des Monats 47 Milliarden Dollar überschritten – gegenüber 30 Milliarden Dollar im April und 14 Milliarden Dollar im Februar. Zum Vergleich: Das gesamte Unternehmen erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von 6 Milliarden Dollar. Dieses Tempo der Beschleunigung ist es, das den nahezu einer Billion schweren Preisschild aus Sicht institutioneller Investoren rechtfertigt.

Chief Financial Officer Krishna Rao führte die Nachfrage globaler Enterprise-Kunden sowie die wachsende Akzeptanz von Claude Code und Cowork – Anthropics agentischen Coding- und kollaborativen AI-Produkten – als Haupttreiber an. „Diese Finanzierung wird uns helfen, die historische Nachfrage zu bedienen, an der Forschungsspitze zu bleiben und Claude an mehr Orte zu bringen, an denen gearbeitet wird“, so Rao.

Compute-Deals untermauern die Ambition

Die Kapitalerhöhung geht einher mit einer Reihe großer Compute-Vereinbarungen. Anthropic hat mit Amazon Verträge über bis zu fünf Gigawatt neuer Kapazität abgeschlossen, mit Google und Broadcom über fünf Gigawatt an Next-Generation-TPU-Kapazität sowie mit SpaceX über den Zugang zu GPU-Kapazität in den Rechenzentren Colossus 1 und Colossus 2. Auch die strategischen Hardware-Partner Micron, Samsung und SK hynix beteiligten sich an der Runde – ein Zeichen dafür, dass Anthropic mit dem Wachstum die Lieferkettenbeziehungen festschreibt.

Claude ist jetzt auf allen drei großen Cloud-Plattformen verfügbar: AWS, Google Cloud und Microsoft Azure, wobei AWS als primärer Cloud- und Training-Partner von Anthropic fungiert.

Was das für den AI-Markt bedeutet

Dieser Meilenstein ist mehr als nur symbolisch. Jahrelang setzte OpenAI die Obergrenze für private AI-Bewertungen. Dass Anthropic diese Grenze – und das mit Tempo – überschreitet, spiegelt einen breiteren Wandel in der Enterprise-AI-Adoption wider. Während sich frühe AI-Ausgaben auf OpenAIs Modelle konzentrierten, setzen große Organisationen zunehmend Claude in Kernprozessen ein – entweder neben oder anstelle von GPT.

Zudem wirft das eine praktische Frage für OpenAI auf: Das Unternehmen ging im März 2026 mit einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar an die Börse. Anthropic, noch privat, trägt jetzt auf dem Papier eine höhere Zahl. Ob das Druck auf OpenAI ausübt, seine Markterzählung zu revidieren – oder Anthropic dazu bringt, die IPO-Planung zu beschleunigen – bleibt offen.

Brad Gerstner, Gründer und CEO von Altimeter Capital, bezeichnete die Adoptionsdynamik von Claude als Position, um „die nächste Phase der AI-Innovation anzuführen“. Angesichts des Kapitals, das dahinter steht, hat Anthropic die nötige Schubkraft, um das wortwörtlich zu meinen.

Quelle: Anthropics offizielle Ankündigung

Originally reported by Anthropic. Read the original article for additional details.

View original source
Teilen: