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Anthropic verhandelt mit Samsung über Fertigung eigener KI-Chips im 2-nm-Prozess

The Information
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Anthropic verhandelt mit Samsung über Fertigung eigener KI-Chips im 2-nm-Prozess

Anthropic befindet sich in einem frühen Gesprächsstadium mit Samsung Electronics über die Fertigung eigener KI-Chips – darüber berichtete zunächst The Information, Bloomberg bestätigte die Diskussionen anschließend. Das Projekt steckt noch in der Explorationsphase: Anthropic hat weder die Funktion des Chips noch seine Leistungsziele oder seine Rolle in der unternehmenseigenen Serverinfrastruktur abschließend definiert.

Samsung wird als Foundry-Partner speziell für seinen 2-nm-Prozessknoten und die fortschrittlichen Packaging-Fähigkeiten evaluiert. Anthropic führt zudem Gespräche mit mehreren Chipdesign-Firmen, ist jedoch noch nicht in die detaillierte Design-, Test- oder Fertigungsphase eingetreten.

Warum Samsung?

Die Gespräche bauen auf einer bestehenden Beziehung auf. Während der Series-H-Finanzierungsrunde von Anthropic im Mai 2026 wurde Samsung Electronics als einer von drei „strategischen Infrastrukturpartnern" neben SK Hynix und Micron genannt – wegen seiner Rolle bei der Lieferung von Speicher-, Storage- und Logikchips. Samsung ist der einzige der drei Speichergiganten, der auch eine eigene Foundry für Logikchips betreibt – und damit der natürliche Kandidat für eine Partnerschaft bei kundenspezifischen Siliziumlösungen.

Anthropic hat zudem still und leise Personal für den Hardware-Vorstoß aufgebaut. Das Unternehmen stellte Clive Chan ein, der zuvor am Aufbau des Custom-Chip-Programms von OpenAI beteiligt war – ein Zeichen dafür, dass kundenspezifische Siliziumlösungen schon länger auf der Roadmap standen.

Trainium und GPUs bleiben vorerst zentral

Anthropic bestätigte gegenüber Bloomberg, dass die Trainium-Chips von Amazon, die Google TPUs und die NVIDIA GPUs weiterhin das Rückgrat seiner Computing-Strategie bilden werden, und äußerte sich nicht zu den Plänen für eigene Chips. Die Custom-Chip-Initiative würde, falls sie umgesetzt wird, voraussichtlich spezifische Inference- oder Training-Workloads adressieren, bei denen proprietäre Siliziumlösungen eine bessere Leistung pro Watt erzielen könnten – und nicht die Cloud-Partnerschaften ersetzen.

Wettlauf mit OpenAI

Das Timing ist entscheidend. Nur wenige Tage bevor die Samsung-Gespräche bekannt wurden, stellte OpenAI „Jalapeño" vor – einen mit Broadcom entwickelten Custom-Inference-Chip, der laut Unternehmen im Vergleich zu konkurrierenden Prozessoren eine überlegene Leistung pro Watt bietet. Das KI-Chip-Rennen beschränkt sich nicht mehr auf Hyperscaler: Die führenden KI-Modell-Unternehmen bauen inzwischen eigene Siliziumlösungen, die genau auf ihre Modelle zugeschnitten sind – statt sie nur zu mieten.

Falls Anthropic diesen Weg weitergeht, würde es sich Amazon, Google, Microsoft, Meta und OpenAI anschließen, die alle Teile des Halbleiter-Stacks selbst in der Hand haben – eine Entwicklung mit weitreichenden Implikationen für Nvidias langfristige Position als Standard-Anbieter von KI-Compute.

Originally reported by The Information. Read the original article for additional details.

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